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Denn die Arbeiten und Planungen zur Sanierung des Kirchleins sind auf einem guten Weg, Altar und Glocke bei angesehenen Restaurateuren und die finanzielle Seite dank großzügiger Sponsoren in trockenen Tüchern. Georg Regn, bei der Gründungsversammlung vor Jahresfrist für fünf Jahre zum Vorsitzenden gewählt, rief die Vorgeschichte um das Gotteshaus noch einmal in Erinnerung.
1925/26 mit einer großzügigen Spende des US-Emigranten John Regn erbaut, erfuhr die Kapelle vor allem in Verbindung mit den Jubiläumsfesten der Feuerwehr schon zweimal eine angepasste Renovierung. Jetzt aber steht eine Generalsanierung an. Vergeblich hatte man im Vorfeld versucht, das Erzbistum Bamberg oder den Markt Neuhaus/Pegnitz von einer Übernahme des Kirchleins zu überzeugen.
Beide Vorstöße jedoch scheiterten an den im Raum stehenden finanziellen Verpflichtungen. Letztlich blieb nur die Gründung eines Bauvereins, der im Zusammenwirken mit der Kommune, der Direktion für Ländliche Entwicklung in Ansbach und privaten Sponsoren das herrenlose Kleinod von Grund auf erneuern wird. Dazu hat man sich bereits ins Vereinsregister eintragen lassen und die Gemeinnützigkeit ist ebenfalls bestätigt.
Den groben Kostenvoranschlag der Architekten in Höhe von rund 200 000 Euro will man mit viel Muskelhypotheken und kostengünstigen Lösungen in Zusammenarbeit mit heimischen Handwerkern weit unterschreiten. Seit Baubeginn im August 2008 hat man laut Ortssprecher Günter Lieret viel erreicht.
Feuchtigkeit gebannt
So ist die Feuchtigkeit, die dem Bauwerk am Hang des Büchelberges über Jahrzehnte arg zusetzte, mittels Drainage, Trockenmauer und einer verbesserten Gründung der Außenmauern, weitgehend verbannt. Fußboden und Decke sind entfernt, der alte Putz abgeschlagen, der Vorplatz für eine Pflasterung geebnet und vor allem die Grundstücksfragen geklärt. Bis dato leistete der von ursprünglich 45 auf 88 Mitglieder angewachsene Verein 500 unentgeltliche Stunden und es sind weitere vorprogrammiert.
Im zeitigen Frühjahr wird ein neuer Dachstuhl aufgesetzt, die Glocke erhält ein neues Eichenjoch zur Aufnahme der Schwingungen, die aufgefundenen Gebeine werden in eine kleine Gruft umgebettet und im Einklang mit dem restaurierten Altar die historischen Kreuzwegbilder neu gerahmt. Der Einweihungstermin ist auf Juli 2009 fixiert. Ein ökumenischer Gottesdienst soll neben einer kleinen Dankesfeier für alle Beteiligten die Maßnahmen abschließen.
Dank sagten die Versammlungsführer den Familien Wagner, Breitkopf und Buchmann für die abgetretenen Grundstücksflächen, den ehrenamtlichen Helfern für die vorbildliche Zusammenarbeit, den örtlichen Hausfrauen für die Verköstigung während der Bauphase und den wohlwollenden Spendern (Kto. 40 138 983 bei der Raiba Auerbach BLZ 760 693 69) für ihre finanziellen Aufwendungen. «Wir sind für jeden Euro dankbar», fasste Vorstand Regn die Meinung aller Verantwortlichen zusammen und lobte besonders das Interesse der Jugend am gemeinsamen Projekt.
Engagement gelobt
Laut Schatzmeisterin Heidi Herzog steht die Bürgerinitiative finanziell auf gesundem Fundament. Bürgermeister Josef Springer aus Neuhaus äußerte besondere Hochachtung vor der bestens funktionierenden Dorfgemeinschaft, trat dem Verein als förderndes Mitglied bei und übergab ein Kuvert zur Minderung der Unkosten. Das ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung von Höfen würdigte er als vorbildlich.
Zum Schluss sagte er seine Unterstützung bei der Einbindung Höfens in einen weiteren Kapellenwanderweg zu. Dies veranlasste den Vorstand zu der Aussage: «Ich habe keinerlei Zweifel, dass unser Vorhaben erfolgreich abgeschlossen wird.» Die «Lorbeeren» verteilte er allerdings auf andere Schultern. Bereits zu Beginn der Versammlung gedachte man in einer Schweigeminute des verstorbenen Mitgliedes Maria Weiß, deren Familie statt Blumen um Spenden für die Renovierung der Kapelle bat.



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