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Am späten Sonntagabend hatte die NN-Redaktion eine Anfrage zu dem Thema an das Landratsamt nach Lauf geschickt. Erst danach ging die Kreisbehörde mit dem Thema in die Offensive und wandte sich an die Marktgemeinde.
Am Dienstag wurde der Rathauschef gegen 9 Uhr morgens vom zuständigen Sachgebietsleiter des Landratsamtes Nürnberger Land darüber unterrichtet, dass in dem Anwesen Burgstraße 17 die Unterbringung von Asylbewerbern durch das Landratsamt beabsichtigt sei.
Ein Vertrag zwischen dem Landratsamt Nürnberger Land und Karl Lothes als Vertreter der Erbengemeinschaft Lothes/Deinzer sei bereits am Freitag unterzeichnet worden, habe der Beamte erklärt, so Bürgermeister Springer.
Der Bürgermeister weiter: „Zusammen mit Zweitem Bürgermeister Hans Liehmann wurde dann von uns aus kurzfristig ein Termin am Dienstagabend mit Landrat Armin Kroder vereinbart.“ Bei diesem Gespräch wurden seitens des Landratsamtes die rechtliche und tatsächliche Situation dargestellt und die offene Frage der Notwendigkeit einer Nutzungsänderung angesprochen.
Die Vertreter der Marktgemeinde schlugen aus Gründen der Transparenz eine Informationsveranstaltung durch das Landratsamt mit den betroffenen Nachbarn und Anwohnern vor, sagte Springer gestern gegenüber unserer Zeitung. Vom Pressesprecher des Landratsamtes, Dr. Rolf List, sei jedoch gestern die Mitteilung erfolgt, dass von Seiten des Landratsamtes vorerst von einer Informationsveranstaltung abgesehen werde.
Unabhängig davon werde vom Markt Neuhaus/Pegnitz die baurechtliche Situation geprüft, erklärte der Bürgermeister. Enttäuscht ist der CSU-Politiker von Stadt- und Kreisrat Karl Lothes (SPD) aus Pegnitz: „Dass im Vorfeld von Herrn Karl Lothes als erfahrenem Pegnitzer Kommunalpolitiker keine Gespräche mit dem Markt Neuhaus an der Pegnitz geführt wurden, bewerte ich als schlechten Stil.“
Gegenüber den NN entschuldigte sich Springer für sein Stillschweigen am Dienstag, als die Redaktion Genaueres über den Zuzug von Asylbewerbern in die Gemeinde wissen wollte. Wegen eines Seminarbesuchs in München am Montag und einer Vielzahl von Bürgeranfragen und bestehender Termine am Dienstag sei eine zeitnahe Beantwortung nicht möglich gewesen.



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