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Neuhaus: Starker Wohnraum-Bedarf

Gemeinde will in Mosenberg ein neues Wohnbaugebiet ausweisen - 09.02.2019 16:53 Uhr

Rund 19 000 Quadratmeter groß ist die Fläche, für die ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Sie liegt zwischen dem Gerätehaus der Feuerwehr Mosenberg und der Straße in Richtung Wasserwerk. © Brigitte Grüner


Bei dem Grundstück, das in Frage kommt, handelt es sich um ein Areal, das einer Erbengemeinschaft der Familie des Entertainers Stefan Raab gehört. Die Fläche wurde bislang teils als Grünland, teils als Acker genutzt. Schon vor etwa zwei Jahren signalisierte die Erbengemeinschaft die Bereitschaft zum Verkauf der Fläche. Erste Kontakte hatte die Marktgemeinde sogar schon vor zehn Jahren geknüpft, allerdings lagen die preislichen Vorstellungen für den Grundstückskauf damals zu weit auseinander. Nun scheint eine Einigung möglich zu sein, da die Gemeinde jetzt einen Bebauungsplan für die rund 19 000 Quadratmeter große Fläche aufstellt.

Möglichkeit für Bebauungsplan

In Mosenberg bestehe ein erheblicher Bedarf an einem Wohngebiet, führte Geschäftsleitender Beamter Heinz Stark in der jüngsten Marktratssitzung aus. Ortsansässigen Bauinteressenten habe die Verwaltung bislang stets mangels Baugebiet absagen müssen. Nun endlich biete sich durch einen privaten Grundstücksverkauf die Möglichkeit, einen Bebauungsplan für diese konkrete Fläche aufzustellen. Die Gemeindeverwaltung hat sich auch bereits Gedanken über einen möglichen Namen für das Baugebiet gemacht und schlug in Anlehnung an einen dortigen Flurnamen die Bezeichnung "Hirtengasse" vor. Immerhin habe früher auch das Hirtenhaus dort gestanden, wusste Stark, der gleichwohl auch einem anderen Vorschlag aus dem Marktrat gegenüber aufgeschlossen sei. Die Fläche zwischen Feuerwehrhaus und Gemeindeverbindungsstraße nach Bernheck könne nur mit einem Bebauungsplan optimal für eine künftige Bebauung erschlossen werden. Im Zuge des Verfahrens werden eine optimale Gliederung in Parzellen und der Verlauf der Siedlungsstraße vom Planungsbüro erarbeitet. Beachten müsse man dabei unter anderem die Lage in der erweiterten Schutzzone des Wasserschutzgebietes und etwaige Immissionen durch die vorbei führende Bahnlinie. Aktuell könne noch nicht gesagt werden, wie viele Baugrundstücke zur Verfügung stehen werden.

Zwei freie Parzellen

Peter Pflug (SPD) erkundigte sich nach den in Neuhaus selbst noch verfügbaren Baugrundstücken. Zwei Parzellen seien in der "Neuen Zeile" noch frei, teilte Bürgermeister Josef Springer (CSU) mit. Mittelfristig werde der Marktrat wohl auch weitere Bauleitpläne für Neuhaus und Finstermühle erlassen. "Auch die Ortsteile sollen sich entwickeln", so Springer. Der Marktrat war schließlich einstimmig damit einverstanden, einen qualifizierten Bebauungsplan für das Gebiet "Hirtengasse" aufzustellen. Es soll ein "Allgemeines Wohngebiet" ausgewiesen werden. Mit der Erarbeitung des Entwurfs wurde ein Planungsbüro aus Nürnberg, das schon früher für die Gemeinde tätig war, beauftragt.

Einmütig wurde auch die Niederschrift der Sitzung vom 20. Dezember akzeptiert. Bauanträge lagen in der Sitzung am Donnerstag nicht vor. Ein wichtiges Thema im nichtöffentlichen Teil war die weitere Planung der Schulsanierung. Architekt Norbert Thiel aus Hersbruck und die Schulleitung waren zur Sitzung geladen. 

BRIGITTE GRÜNER

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