4°C
Freitag, 24.05. - 07:29 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Oberhirte will „Zivilisation der Liebe“

Erzbischof Schick fordert vor dem Diözesanrat Diskussion über würdige Gesellschaft - 22.10.2012 10:00 Uhr

THURNDORF  - Erzbischof Ludwig Schick hat zu mehr politischem Engagement aufgerufen und davor gewarnt, Politik als „schmutziges Geschäft“ zu bezeichnen. „Politik ist nicht schmutzig, sondern notwendig“, sagte er bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Dekanat Auerbach.

Besuch des Erzbischofs Ludwig Schick in Thurndorf. Dort sprach der Bamberger Oberhirte vor dem Diözesanrat.
Besuch des Erzbischofs Ludwig Schick in Thurndorf. Dort sprach der Bamberger Oberhirte vor dem Diözesanrat.
Foto: Fürk
Besuch des Erzbischofs Ludwig Schick in Thurndorf. Dort sprach der Bamberger Oberhirte vor dem Diözesanrat.
Besuch des Erzbischofs Ludwig Schick in Thurndorf. Dort sprach der Bamberger Oberhirte vor dem Diözesanrat.
Foto: Fürk

„Es ist nicht gut, dass sich so viele Menschen heute von der Politik verabschieden“, beklagte der Erzbischof. Aber er fügte hinzu: „Daran sind die Politiker mit Schuld, die nicht gemeinwohlorientiert, sondern egoistisch, undurchsichtig und sogar korrupt handeln, aber auch wir alle.“

Zu wenige junge Menschen gehen wählen und wirken in Parteien und Parlamenten mit. Nötig sei ein Diskurs über aktive Bürgergesellschaft, und zwar auf der Basis einer aktiven Christengemeinschaft.

Zugleich betonte der Erzbischof, dass Ehe und Familie für Staat und Kirche die Keimzelle sei. Deshalb befürworte er sowohl Kinderkrippen als auch das Betreuungsgeld, „weil wir beides zur Stützung der Familien und Ehen brauchen“.

Familie soll ein Hort sein

Bei den neuen Kindergarten-Gesetzen in Bayern oder bei der Gewaltprävention müssten Ehe und Familie thematisiert werden. „Die Zivilisation der Liebe hängt entscheidend davon ab, dass Ehe und Familie Ort und Hort des Wohlwollens, der Güte, der Versöhnung und der Erziehung dazu sind.“ Schick forderte auch einen Werte- und Tugenddiskurs. „Wir müssen über Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft reden: Wie werden wir unseren Ehen und Familien gerecht, besonders den kinderreichen? Was bedeutet gerechter Lohn für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, so dass sie gut mit ihren Familien leben können und später eine entsprechende Rente beziehen?“


Im Arbeitsleben sei ein berechenbarer Feierabend nötig, der ein Familien- und Vereinsleben ermöglicht. Deshalb lehnt er eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten ab. „Damit die Zivilisation der Liebe bleibt und gefördert wird, brauchen wir Sonntagsschutz und Arbeitsregelungen für alle.“

Es müsse aber auch über Anstand in der Gesellschaft gesprochen werden: „Wie gehen wir miteinander um? Sind wir noch höflich? Achten wir einander? Haben wir Wertschätzung füreinander und drücken wir sie genügend aus?“

Der Diözesanrat ist das Organ der Laien im Erzbistum. In ihm sind Vertreter der Dekanatsräte und der katholischen Verbände sowie weiterer Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Institutionen des Laienapostolats vertreten.

Die Einrichtung solcher Gremien geht auf Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils zurück, das vor 50 Jahren eröffnet wurde. „Die Feier des Konzilsjubiläums und der Dialogprozess in der katholischen Kirche lassen sich gut miteinander verbinden“, so Erzbischof Schick.

Der Dialogprozess soll sich in diesem Jahr mit der „Zivilisation der Liebe“ befassen. „Ich wünsche mir, dass wir über diese Themen in unserer Erzdiözese intensiver ins Gespräch kommen. Die Welt heute wird uns nur dann akzeptieren, wenn wir zur Zivilisation der Liebe beitragen.“ 

bbk


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nordbayerische Nachrichten Pegnitz
  • Zu kleine Gehege? Franziska Holzschuh über Zoovertreter und Tierschützer im Clinch
  • Forste renaturieren? Harald Baumer interviewte Waldexperte Philipp zu Guttenberg
  • Ein Ex-Nürnberger auf Europas Fußball-Thron? Hans Böller über Ilkay Gündogan

Im Räuberstübl
Kolumne: Im Räuberstübl
Unsere Kolumne:

Hintergründiges aus
der Lokalredaktion.
Dieses Mal: "Kunstwerk für Einkausstadt im Grünen"

Der Polizeifunk

Tour de Bier Logo


Weit über 300 Brauereien gibt es heute noch in Franken und der Oberpfalz. Begleiten Sie uns auf unserem Streifzug durch das Land, "wo Gerste und Hopfen blühen".

Hier geht es zu unserem Brauerei-Guide.

flirt.nbi
Nachrichten aus der Region
Alle Regionen

20:42 Uhr:
20:00 Uhr:
23.05.13:
Veranstaltungen auf einen Blick
Pegnitz

Flinderer

Dienstag
21
Mai
Kategorie: Sonstiges
Wo: Pegnitz - Zaußenmühle
Preview Infografik E-Bikes
Die E-Bike-Stationen in der Fränkischen Schweiz: Karte zum Öffnen anklicken.
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...
Sport-Arena

Moneyspecial DAX

VGN-Fahrplanauskunft
VGN-Fahrplanauskunft
von      
nach      
am     um     abfragen

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.

Fußballtippspiel
Suche wird durchgeführt...

Aus meinem Kochtopf
Zum Artikel? Einfach das Foto anklickenJetzt aktuell:
Pasta mit gebratenem Spargel, Radicchio und Pesto
Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen! Denn dann heißt es: Kirschen rot, Spargel tot. Also ran an das feine Gemüse.

Gute Reise

Lesezeichen - Buchtipps
Brauereien und Brauereigasthöfe in Franken

Die fränkische "Bier-Bibel" mit Herzblut und dem Blick fürs süffige Detail.