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Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU) zeigte sich bei seinem Jahrespressegespräch „sehr optimistisch“ im Hinblick auf die Anerkennung.
„Im Spätsommer 2011 weilte eine aus Fachleuten bestehende Beobachterdelegation in Bayreuth und schaute sich das Opernhaus an. Auf Wunsch der Unesco war dies ein sehr diskreter Termin. Der Leiter der Delegation erklärte nach der Inaugenscheinnahme im persönlichen Gespräch mit mir, dass er alle barocken Opernhäuser der Welt kenne, aber das Bayreuther das Schönste sei“, betonte Hohl. Auch die Schlösser- und Gartenverwaltung, die den Welterbe-Antrag erarbeitet hat, sehe der Entscheidung in Sankt Petersburg sehr erwartungsvoll entgegen.
„Allerdings muss man sehen, dass letztlich nicht die Delegation von Fachleuten, sondern das international besetzte Welterbe-Komitee der Unesco über die Anerkennung entscheidet. „Bis die Entscheidung fällt, ist alles offen. Deutschland hat schon viele Welterbe-Stätten. Es ist daher für deutsche Anträge möglicherweise schwieriger, Anerkennung zu finden, als für Bewerber von bislang in der Welterbeliste unterrepräsentierten Kontinenten“, bremste der OB zu viel Euphorie.
Hohl kündigte an, zusammen mit einer städtischen Delegation bei der Entscheidung in Sankt Petersburg dabei zu sein, um die Ernsthaftigkeit der Bayreuther Bewerbung nochmals besonders zu unterstreichen.
Im Falle der Anerkennung des Markgräflichen Opernhauses als Weltkulturerbestätte erhofft man sich seitens der Stadt einen großen Zuwachs im Bereich des Tourismus. 50000 zusätzliche Gäste pro Jahr dürften laut Michael Hohl in dem Fall ohne weiteres zu schaffen sein.
Die Anerkennung wäre auch ein weiteres Argument für das von der Stadt zusammen mit der Brauerei Maisel an der Kulmbacher Straße geplante neue Touristische Informations- und Veranstaltungszentrum.
Auch die Bemühungen der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH, die derzeit unter anderem verstärkt in China, Italien und Tschechien um Touristen wirbt, würden mit dem Weltkulturerbestatus deutlich unterstützt.



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