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Sonntag, 17.02.2019

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Pegnitz: Rotes Kreuz übernimmt Pflegeleistungen bei SeniVita

Einstieg in allen SeniVita-Häusern im Landkreis Bayreuth - 25.01.2019 17:24 Uhr

Von links: Dr. Gerd Schuster, Abteilungsleiter Pflege bei SeniVita, Markus Ruckdeschel, Projektleiter beim BRK, Richard Knorr, stellvertretender Kreisgeschäftsführer BRK-Kreisverband, Dr. Horst Wiesent, Vorstandsvorsitzender der SeniVita Social Estate AG, Peter Herzing, Kreisgeschäftsführer BRK-Kreisverband, Elvira Wolf, Bereichsleitung Tagespflege bei SeniVita, Yvonne Roszyk, Pflegedienstleitung BRK Sozialstation Bayreuth, und Johanna Kraus, SeniVita. © BRK


Dr. Horst Wiesent, Vorstand der SeniVita Social Estate AG, und Peter Herzing, BRK-Kreisgeschäftsführer, informierten darüber, dass das BRK ab dem 1. April die Tagespflege in den Senioreneinrichtungen St. Florian in Hummeltal sowie St. Elisabeth in Pegnitz übernehmen wird.

In diesen beiden Häusern sowie in den Einrichtungen St. Anna in Waischenfeld und St. Elisabeth in Pottenstein wird das Rote Kreuz außerdem als ambulanter Pflegedienst zur Verfügung stehen. Beide Partner betonten, dass man durch Bündelung der Kompetenzen und Stärken intensiv dazu beitragen wolle, die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Pflege zukunftsorientiert zu lösen.

Bei Unterzeichnung des Vertrages über die Zusammenarbeit wurde die vereinbarte Aufgabenteilung näher erläutert. SeniVita wird sich unter anderem um die Verwaltung und technische Ausstattung der vorhandenen Pflegewohnanlagen kümmern. Angesichts der immer stärker werdenden Nachfrage ist auch der Bau weiterer Senioreneinrichtungen in der Region angedacht. Diese sollen in der Regel gemeinsam betrieben werden — und zwar überwiegend entsprechend dem von SeniVita entwickelten Altenpflegemodell 5.0., das auf die Bausteine Wohnen im eigenen Apartment, häusliche Pflege und Tagespflege setzt.

Hohes Maß an Privatsphäre

Herzing und Wiesent erläuterten, dass dieses – auch Betreutes Wohnen PLUS+ genannte – Konzept der älteren Generation ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermögliche. Bewohnerinnen und Bewohner könnten die Apartments, die über eine eigene Küche und ein barrierefreies Badezimmer verfügen, beispielsweise mit eigenen Möbeln ausstatten. Auf Wunsch könnten auch Angehörige, die zu Besuch sind, im Apartment übernachten. Dies alles soll laut Wiesent ein hohes Maß an Privatsphäre und Wohlfühlatmosphäre gewährleisten. Außerdem stehe ein Notrufsystem ebenso zur Verfügung wie ein Reinigungs- und Wäscheservice sowie eine Nachtpräsenz.

Zum Konzept Betreutes Wohnen Plus+ gehören die häuslichen Pflegeleistungen, die je nach Pflegegrad und/oder Krankheitsbild individuell in Anspruch genommen werden können, wobei die Bewohner in der Wahl des ambulanten Dienstes grundsätzlich frei sind. Bei SeniVita setzt man jedoch stark auf das BRK, zumal in Gefrees bereits seit einigen Monaten ein gutes Miteinander praktiziert werde.

Das Rote Kreuz kann in der ambulanten Pflege auf eine mehr als 30-jährige Erfahrung bauen und entsprechend großes Know-how in die Kooperation einbringen. BRK-Kreisgeschäftsführer Herzing erläuterte, dass in der Stadt Bayreuth bereits 500 Kunden ambulant betreut würden. Durch den engen Schulterschluss mit SeniVita könnten diese Aktivitäten nunmehr auf den Landkreis ausgedehnt werden — und zwar mittelfristig über die Senioreneinrichtungen hinaus.

Ein wichtiger Baustein beim Betreuten Wohnen Plus+ sind die Tagespflegeeinrichtungen in den SeniVita-Häusern, in denen unter anderem individuelle Förderungen und unterschiedliche Gruppenaktivitäten auf dem Programm stehen. Die bestehenden Tagespflegeeinrichtungen sind so großzügig dimensioniert, dass auch externe Gäste aufgenommen werden können.

Personal wird übernommen

Als tragende Säule der neu geschlossenen Pflegeallianz bezeichnen Herzing und Wiesent einhellig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rahmen von Veranstaltungen bereits über die Partnerschaft unterrichtet wurden. In allen Einrichtungen im Landkreis wird personell bewusst auf Kontinuität gesetzt.

Die bislang in der Pflege bei SeniVita tätigen Kräfte werden, wenn sie dies möchten, vom BRK zu tariflichen Konditionen übernommen. Darüber hinaus sollen regional wie international weitere Fachkräfte gewonnen werden. SeniVita arbeitet, wie bereits berichtet, mit chinesischen Hochschulen zusammen, die Absolventen zur Pflegeausbildung nach Oberfranken entsenden. Eine bilinguale Berufsfachschule ist bereits in Planung. Außerdem wird SeniVita eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung installieren, die sich den Themen Assistenzsysteme, seniorengerechte Wohnformen und moderne Pflegekonzepte widmen soll.

Infos an allen Standorten

Und welche Schritte sind als nächstes geplant? In nächster Zeit werden an allen genannten Standorten Informationsveranstaltungen für die bereits über die Partnerschaft unterrichteten Bewohnerinnen und Bewohner stattfinden. Außerdem werden Interessierte, die sich für das Pflegewohnen in Gefrees, Hummeltal, Pegnitz, Pottenstein oder Waischenfeld interessieren, beraten und zu einem Schnupperwohnen eingeladen. nn 

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