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Pegnitzer CSU sieht sich im Aufwind

Mit sieben Sitzen nach wie vor die stärkste Fraktion - 16.11.2014 18:02 Uhr

Sie sind seit 25, 30 oder 35 Jahren CSU-Mitglied: Der Pegnitzer Vorsitzender Thorsten Leuchner (rechts) zeichnete sie nun für ihre langjährige Treue aus. © Foto: Claus Volz


Im Pegnitzer Stadtrat ist die CSU mit ihren sieben Sitzen nach wie vor die stärkste Fraktion, die Junge Union ist stolz darauf, dass ihre 30 Mitglieder ein Team sind und der Wahlkampf für sie eine Bereicherung, vor allem an Erfahrung war, die Frauen-Union hat ihre Aktivitäten stark ausgeweitet und akzeptiert künftig auch Männer als Fördermitglieder und die „desolate finanzielle Situation“ der Partei dürfte sich nächstes Jahr verbessern. „Wir werden wieder eine schwarze Null schreiben“, meinte Schatzmeister Erhard Lehner.

Doch nicht nur die positiven Aspekte wurden bei der Hauptversammlung der CSU in der „Ratsstube“ thematisiert – auch die negativen Seiten wurden beleuchtet: Der Verlust von zwei Stadtratsmandaten und der Positionen der Stellvertretenden Bürgermeister. Vorsitzender Thorsten Leuchner: „Da sind wir über unsere eigenen Füße gestolpert.“

Einen ausführlichen Lagebericht gab Vorsitzender Leuchner vor „großer Kulisse“, denn das Interesse der Mitglieder (insgesamt zählt die Partei 169) war groß. Er verwies auf die gut aufgestellte Kandidatenliste, auf den Wahlkampf mit dem „roten Feuerwehrauto“, bedauerte, dass man kein „Zugpferd“ (wie Thümmler) mehr hatte und die „Kleinen“ beim Ergebnis bevorzugt wurden. Doch habe man zusammen mit der FWG und der „Jungen Liste“ eine gestalterische Mehrheit im Stadtrat.

Aktuelles thematisiert

Immerhin gehe es jetzt um die Umsetzung des Wahlprogramms. Leuchner sprach dann weitere Themen an, wie den Jugendpfleger, die Gelbe Tonne im Kreis mit Kosten von zunächst 800 000 Euro oder die Stromtrasse und die Flüchtlingsproblematik. Letztere müsse man human begleiten, aber auch sicherstellen, dass nur diejenigen Hilfe erhalten, die sie auch dringend benötigen. Leuchner kündigte zudem an, dass man die CSU-Stammtische weiterführen und ausbauen werde.

Einiges aus dem Wahlprogramm wolle man verwirklichen, wie etwa das Jugendhilfekonzept, Verbesserungen im Außenbereich des CabrioSol oder die Bezuschussung der Vereine, meinte Fraktionsvorsitzender Manfred Vetterl. Kritik äußerte er daran, dass der Bürgermeister durch seine Bürgerdialoge eine Parallelstruktur gegenüber dem Stadtrat aufgebaut habe.

In der Sauerbruchstraße habe man zum Beispiel die Wünsche der Anlieger verwirklicht, dabei aber vergessen, dass es auch andere gibt, die darunter leiden oder Thema Verdoppelung der Sportförderung:„Wenn ich nach diesem Treffen der Vereinsvorsitzenden dagegen bin, dann bin ich auch gegen die Vereine“, werde es heißen, wenn die CSU Bedenken äußert.

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Regina Schrembs, konnte über ein reges „Vereinsleben“ berichten. Johannes Ziegler sprach für die JU und erinnerte an ein „bewegtes Jahr“.

Zum Abschluss folgten Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft: 25 Jahre ist Rainer Dippe, 30 Jahre Wolfgang Weber, Thomas Popp und Helmut Sebald dabei, 35 Jahre lang ist Werner Groher aus Troschenreuth Mitglied in der Partei. Für 20 Jahre wurde Markus Beck aus Troschenreuth geehrt. 

CLAUS VOLZ

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