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Donnerstag, 21.02.2019

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Pegnitzer "Sportpoint" legt Fokus aufs Outdoor-Geschäft

Von Schließungsgerüchten will die Inhaberin nichts wissen und verkündet neue Strategie - 12.02.2019 15:55 Uhr

Hat nach eigenen Angaben sein Lager randvoll mit neuer Ware gemacht: Der „Sportpoint“ in der Nürnberger Straße. Von angeblichen Schließungsplänen will die Inhaberin nichts wissen. © Klaus Trenz


"Nomen est omen" für das Fachgeschäft in der Nürnberger Straße. Fast zeitgleich mit der Bekanntgabe des 1. FC Nürnberg, Sportvorstand Andreas Bornemann und Trainer Michael Köllner zu entlassen, betont die Club-Anhängerin Carmen Pepiuk: "Die Nähe zur Fränkischen Schweiz mit ihren vielen Wanderern und Kletterbegeisterten ist geradezu prädestiniert, sich auf das Outdoor-Geschäft zu konzentrieren."

Man habe deshalb das Angebot an entsprechender Bekleidung und Ausrüstung, wie Rucksäcken, Helmen, Stöcken oder Seilen enorm ausgeweitet und erhoffe sich dadurch neuen Schwung. "Wir bieten unseren Kunden neben herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis und fachlicher Beratung vielfältige Dienstleistungen und Service-Schwerpunkte", wirbt Sport-Point auf seiner Homepage.

Sechs Angestellte, teils in Teilzeit, hat Pepiuk in Pegnitz, wo sie 2015 das zwischenzeitlich geschlossene Intersport-Geschäft in der Hauptstraße wiedereröffnet hat. Im Oktober des gleichen Jahres erfolgte dann der Umzug in die Nürnberger Straße. Seither gibt es auf über 700 Quadratmetern Verkaufsfläche Kleidung und Ausrüstung für Wandern, Trekking, Running, Inline Skating, Walking, Nordic Walking, Fitness und Freizeit, Fußball, Teamsport, Tennis, Indoor, Ski, Snowboard und Langlauf sowie Bademoden.

Aus für zwei weitere Firmen

Sicher ist unterdessen, dass Carmen Pepiuk ihr Intersport-Geschäft im Pressather Fachmarktzentrum (PEZ) schließen wird. Seit einigen Wochen läuft dort der Totalräumungsverkauf. Auch der im gleichen Gebäude beheimatete "Druck-Punkt" ihres Ehemanns Martin ist mittlerweile verkauft. 2001 haben die Pepiuks dort mit der Textilveredelung begonnen und in den folgenden Jahren das Drucksortiment enorm erweitert. Zuletzt gab es alle Bereiche des Textil- und Werbedrucks sowie Werbetechnik. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Konkurrenz durch den Onlinehandel und die Discounter in den vergangenen Jahren enorm gewachsen ist", sagt Martin Pepiuk. Diesem teilweise ruinösen Preiskampf habe man sich nicht mehr aussetzen wollen. Diese besorgniserregende Entwicklung gehe auch an vielen anderen Fachgeschäften und Einzelhändlern nicht vorbei. "Diese Situation würde sich nicht mehr ändern. Im Gegenteil, es dürfte noch schwieriger werden, in Zukunft als Einzelkämpfer und noch dazu auf dem flachen Land zu überleben", bedauert Pepiuk.

Martin Pepiuk weiß aber, dass jedes Ende beziehungsweise jeder Wandel auch die Chance auf einen Neuanfang bietet. Nicht zuletzt deshalb habe er beschlossen, einen neuen beruflichen Weg zu beschreiten: "Ich fasse gerade im Bereich Online-Marketing Fuß und bin überzeugt, dass das der richtige Weg ist." Ähnlich sieht dies seine Frau Carmen, die seit fünf Jahren ehrenamtlich als Bürgermeisterin der 1200-Seelen-Gemeinde Trabitz im Landkreis Neustadt an der Waldnaab arbeitet. 

UDO FÜRST

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