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Freitag, 22.06.2018

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Pfarrer-Duo geht ab März getrennte Wege

Vakanz in Schnabelwaid: Anna Bamberger wechselt nach Würzburg und die Kollegin Tina Meiler-Binder nach Selb - 03.01.2018 13:28 Uhr

Pfarrerin Anna Bamberger zieht mit Mann und Tochter nach Würzburg. © privat


Anfang 2015 hatten die beiden Pfarrerinnen die Stelle in Schnabelwaid übernommen. Während Bamberger zusätzlich noch für Creußen mit tätig war, hat Meiler-Binder neben Schnabelwaid die Seelsorge im Krankenhaus und in den Altenheimen in Pegnitz übernommen. "Wir sind rechtlich eine Person", erklärt Bamberger die gemeinsame Stelle. Darum war es klar, dass sie beide wechseln werden. Außerdem seien drei Jahre Amtszeit eine übliche Dauer auf einer sogenannten z.A.-Stelle (zur Anstellung).

Die Zeit in Schnabelwaid bezeichnet Bamberger als eine wichtige Erfahrung. "Ich habe viele nette Leute kennengelernt", sagt sie. Besonders beeindruckt hat sie, dass sich so viele ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren, begeistern und mitnehmen ließen. "Trotz vieler Schwierigkeiten, zum Beispiel was finanzielle Sachen angeht, herrschte eine positive Grundeinstellung", lobt sie.

"Es war eine tolle Zeit", sagt die Pfarrerin über die gemeinsame Zeit mit Tina Meiler-Binder. Die beiden hatten sich während Bambergers Vikariatszeit in Pommersfelden kennengelernt. Ihre Kollegin hatte ihr Vikariat in Fürth absolviert.

Tina Meiler-Binder geht nach Selb. © privat


Geboren und aufgewachsen ist Bamberger in Aachen und hat in Königswinter bei Bonn Abitur gemacht.

Danach hat sie an der kirchlichen Hochschule in Wuppertal sowie in Erlangen studiert. Mit ihrem Mann Dominik hat sie die vierjährige Tochter Charlotte. In Würzburg-Rottenbauer hat sie nun ebenfalls eine Halbtagsstelle. In einer Gemeinde mit 970 Mitgliedern. Dort übernimmt Bamberger die Pfarramtsführung, die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Konfirmanden sowie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen.

"Wir werden unsere Freundschaft auf jeden Fall weiter pflegen", ist sie zuversichtlich, "auch wenn die biografischen Lebensbedingungen uns nun trennen." Tina Meiler-Binder hat jetzt an Silvester ihren Mann Johannes Meiler geheiratet. Sie wird nun die Gemeinden Kirchenlamitz und Marktleuthen/Großwendern in Vollzeit betreuen.

Die Stelle in Schnabelwaid wird jetzt ausgeschrieben. "Bis sie wieder besetzt ist, wird es wohl eine Zeit lang dauern", glaubt die Pegnitzer Pfarrerin Gerlinde Lauterbach, die Dekan Gerhard Schoenauer im Urlaub vertritt. Wer die Gemeinde in der Vakanz betreut, ist noch völlig offen, so Creußens Pfarrerin Nicole Peter.

Man werde dies in nächster Zeit mit dem Dekan und Pfarrer Matthias Öffner aus Seidwitz besprechen. Von Creußen aus könne die Vertretung durch sie und ihren Mann — Pfarrer Achim Peter — nicht alleine übernommen werden. "Dafür ist das Aufgabengebiet einfach zu groß", so Peter. Bisher war es üblich, dass noch jemand aus dem Dekanat eingesprungen ist. 

FRAUKE ENGELBRECHT

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