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Fast 20 Jahre lang war Fuchs, gebürtiger Schlesier, Seelsorger in der Pfarrei Michelfeld. Im Juni 2006, also mit 78 Jahren, erbat er vom Bischof den Amtsverzicht und ging noch im selben Jahr in Ruhestand. In den knapp zwei Jahrzehnten war der gelernte Mauerer nicht nur Seelsorger für seine Gläubigen, sondern auch ein selbstbewusster Bauherr. Die umfangreiche Sanierung der Pfarrkirche Sankt Johannes, weithin als Asamkirche bekannt, verlangte Pfarrer Fuchs in dieser Zeit eine Menge Entscheidungen ab.
Bei der Verabschiedung im November 2006 wurde Pfarrer Heinz Fuchs eine hohe Wertschätzung zuteil. „Vergleicht man Ihr Leben mit einem Buch, so könnten von Ihrer Zeit in Michelfeld viele Seiten gefüllt werden", würdigte seinerzeit der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Johannes Lindner, die Arbeit des Seelsorgers.
Heinz Fuchs war ein Mensch, der seinem Weg stets treu blieb. Und nicht zuletzt dadurch hat er sich den Respekt und die Sympathien seiner Pfarrgemeinde erworben. Und dieser ist Fuchs auch nach seinem Ruhestand treu geblieben. Er wohnte privat weiter in Michelfeld, bis er dann im Frühjahr 2010 aus gesundheitlichen Gründen nach Auerbach ins Caritasheim ging.
Im September 1997 war Fuchs nach Michelfeld gekommen. Vorher war es als Militärseelsorger tätig. An der Bundeswehrschule in Bremen wirkte Fuchs acht Jahre lang als Moraltheologe. Er erteilte in dieser Zeit den Soldaten auch Unterricht im Fach Ethik. Fuchs hatte keine leichte Kindheit. Mit 16 Jahren ist er damals noch zum Wehrdienst eingezogen worden. Der Krieg dauerte für ihn aber nicht mehr lange. Nach seiner Heimkehr aus russischer Gefangenschaft begann Fuchs nach dem Vorbild des Vaters eine Maurerlehre. Mit 21 Jahren reifte bei ihm aber dann der Gedanke, Priester zu werden. Nach seiner Weihe am 12. März 1961 in Bamberg wirkte der Geistliche zunächst in der Bayreuther Pfarrei „Unsere liebe Frau“ und in den Krankenhäusern. Weitere Stationen vor seiner Zeit in Bremen waren Burgkunstadt, Hirschaid, Schillingsfürst und Virnsberg.
Für Fuchs war Michelfeld zur Heimat geworden, zumal sein verwandtschaftliches Umfeld nahe Gießen lebt. Der Pfarrer wird auch in Michelfeld seine letzte Ruhestätte finden. Aussegnung ist am Dienstag, 12. April, um 17 Uhr in Sankt Leonhard, die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung ist für den Donnerstag, 14. April, 14 Uhr, angesetzt.



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