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Sonntag, 22.04.2018

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Pfarrerin Sabine Winkler kommt nach Pegnitz

Von der Einzelkämpferin zur Teamplayerin - 50-Jährige tritt Stelle zum September an - 15.04.2018 16:55 Uhr

Die 50-jährige Sabine Winkler tritt zum 1. September die Pfarrstelle in Pegnitz an. © Foto: privat


Am gestrigen Sonntag haben die Gottesdienstbesucher erfahren, dass die 50-jährige Sabine Winkler auf Thomas Miertschischk folgt. Dekan Gerhard Schoenauer freut sich, dass die vakante Stelle nach dem Weggang des Pfarrers — er verabschiedete sich zum 31. Januar in Richtung Cadolzburg — jetzt besetzt wurde. "Ich bin sehr froh, so eine erfahrene Pfarrerin in Pegnitz zu haben. Ich denke, für das Profil, das wir haben, passt sie gut. Und ich bin auch froh, dass es so schnell gegangen ist. Denn die Vakanz in Pegnitz zu überbrücken ist sehr zeitaufwendig", sagt der Dekan. Erst vergangene Woche hatte der Kirchenvorstand dem Vorschlag des Landeskirchenrats, Sabine Winkler nach Pegnitz zu holen, zugestimmt.

"Abschied fällt schwer"

Winkler tritt die Stelle als Pfarrerin zum 1. September an. Damit gibt sie nach 15 Jahren die Leitung des Pfarramts Berndorf mit Trumsdorf ab. "Der Abschied fällt schon schwer. Da ist viel gewachsen. Aber es ist irgendwie an der Zeit", sagt Winkler. Gehe es nach der Landeskirche, stehe ohnehin nach spätestens 15 Jahren ein Wechsel der Arbeitsstätte an. Bevor sie im Dekanat Thurnau tätig war, hatte sie fünf Jahre in Höchstadt an der Aisch gearbeitet, davor drei Jahre in Trebgast. "An Pegnitz bin ich immer nur mit dem Zug vorbei gefahren", berichtet Winkler. Nun lernt sie die Stadt bald näher kennen.

Auf die freie Pfarrstelle aufmerksam gemacht hatte Winkler Pfarrerin Gerlinde Lauterbach; die beiden Frauen sind befreundet. "Erst hab’ ich gedacht: ,Naja‘. Dann hab’ ich angefangen zu überlegen und mich näher damit zu beschäftigen", sagt Sabine Winkler. Aus der Idee wurde ein Entschluss. Die Pfarrerin wird nun mit ihrem Mann Thomas, ihrer achtjährigen Tochter Hannah und ihrer Katze nach Pegnitz ziehen.

Vor 15 Jahren hatte sich Winkler bewusst für die Stelle in Berndorf entschieden, weil sie dort eigenverantwortlich arbeiten konnte. "Jetzt möchte ich das bewusst nicht mehr, sondern ich möchte mit anderen zusammenarbeiten, damit sich die Aufgaben verteilen." Die Arbeit würde mit dem Wechsel nach Pegnitz nicht weniger, "aber es wird eingegrenzter, sodass ich sagen kann, für das bin ich zuständig und für das andere nicht."

Sie freut sich darauf, "wieder ein Stück mehr Pfarrerin" sein zu können. Denn nach 15 Jahren am selben Ort sei die Luft ein wenig raus. Jetzt sei sie sehr motiviert und freue sich darauf, dass ihre Kreativität einen neuen Schub bekomme. "Ich bringe nicht lauter fertige Ideen mit, sondern werde gucken, was da ist und schauen, wie ich mich mit meinen Gaben und Ideen einbringen kann." Im Großen und Ganzen bleiben ihre Aufgaben aber die gleichen. Sie wird Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen und Trauungen halten. Hauptsächlich wird sie sich um die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit kümmern, außerdem wird sie die Konfirmandenarbeit koordinieren, für die Ökumene zuständig sein und die Seelsorge. Die Jugendarbeit wird sie sich mit ihrer Freundin Gerlinde Lauterbach teilen, da diese die Jugendpfarrerin ist.

Neue Begegnungen

"Auf die neuen Begegnungen freue ich mich am meisten", sagt Winkler, "und auf die Teamarbeit, auch mit den Ehrenamtlichen". Sie freue sich darauf, in manchen Bereichen nicht mehr Einzelkämpferin sein zu müssen, sondern mit anderen arbeiten zu können. Wann Sabine Winkler offiziell eingeführt wird, ist derzeit noch nicht klar.

Eine weitere Pfarrstelle im Dekanat Pegnitz ist indes noch vakant. Sie wird im Mai im Amtsblatt ausgeschrieben — 50 Prozent der Arbeitszeit sind für die Gemeinde Schnabelwaid vorgesehen, 50 Prozent für Einsätze im Krankenhaus und Altersheim Pegnitz. 

Luisa Degenhardt Redaktion Nordbayerische Nachrichten Pegnitz und Auerbach E-Mail

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