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EV Pegnitz — ERSC Amberg 5:2 (2:0/3:1/0:1) — Die Gäste konnten lediglich ein Rumpfteam mit zehn Feldspielern aufbieten, aber auch Pegnitz hatte personelle Probleme: So entschied Markus Schwindl erst unmittelbar vor dem Match, trotz seiner latenten Leistenbeschwerden aufzulaufen, um sich in der wichtigen Phase der Saison ganz in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Wie wichtig das war, sollte sich bald zeigen.
Beide Teams lieferten sich vom Anpfiff weg einen offenen Schlagabtausch, wobei allerdings nennenswerte Chancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware blieben. Ausgerechnet der Ex-Pegnitzer Stefan Ponitz begünstigte anschließend die EVP-Führung: Als er eine Strafzeit absaß, lochte sein früherer Sturmpartner Markus Schwindl zum vielumjubelten Pegnitzer 1:0 ein.
Kurz darauf hatte Daniel Krieger nach einem Steilpass durch die Mitte im direkten Duell mit Jens Braun die große Chance zum Ausgleich, doch der Keeper der Ice Dogs war auf dem Posten. Die Gastgeber waren gestern insgesamt kaltschnäuziger als zuletzt: Thorsten Steffens besorgte im Gegenzug das 2:0.
Dippold schäumte das erste Mal: „Mit einer solchen Einstellung hätten wir auch ins CabrioSol gehen können zum Rückenschwimmen“. Die Wild Lions waren dabei mit diesem Spielstand zur Pause noch gut bedient, war doch Martin Lamich bei einem weiteren Solo am ERSC-Schlussmann David Heymann gescheitert.
Als Amberg im Mitteldrittel schon nach 24 Sekunden zum Anschlusstreffer kam, schwante vielen EVP-Fans wieder Böses. „Pegnitz ist mit seinem Latein am Ende“, dröhnte Dippold und irrte sich gewaltig. Die Ice Dogs, die zuletzt zwei Mal fünf Tore in nur sechs Minuten kassiert hatten, drehten diesmal den Spieß um: Schwindl tanzte nach einem Steilpass auch noch den ERSC-Torwart aus: 3:1.
Eine 5:3-Überzahl konnten die Ice Dogs anschließend zwar nicht nutzen, aber ein Doppelschlag binnen elf Sekunden durch Lamich und Philipp Schmidt bedeutete die Vorentscheidung. Insbesondere Lamich war anzumerken, dass ihn die jüngste NN-Kritik ins Mark getroffen hatte. Prompt befolgte er den Rat des Reporters, sie doch mit Toren vergessen zu machen.
Ungeachtet der Pegnitzer 5:1-Führung war sich ERSC-Coach Dippold sicher: „Wir gewinnen“. Nach dem schnellen 5:2 schien sein Plan möglicherweise sogar aufzugehen. Seine Mannen setzten alles auf eine Karte und brannten ein regelrechtes Feuerwerk ab, begünstigt noch durch zwei Strafen für den EVP kurz hintereinander. Die Schlussphase war denn auch nichts für schwache Nerven.
In der 59. Minute entschieden die Schiedsrichter auf Penalty wegen absichtlichen Verschieben des Tores. Als Sebastian Aukofer antrat, warfen Zuschauer einen Becher aufs Eis. Möglicherweise störte ihn das so, dass er verschoss. Der Amberger Trainer war außer sich, stürmte aufs Eis und rannte dabei auch noch Christof Mendel um.
Wenig später wurde das EVP-Tor erneut verschoben. Diesmal gab es nur eine Zwei-Minuten-Strafe. Mehr regte Dippold auf, dass bei der Unterbrechung die Stadionuhr munter weiterlief. So geriet er auch noch mit seinem Kollegen Drobny aneinander.
So hoch die Wogen auch schlugen, am Ergebnis änderte sich nichts mehr, vor allem dank einer Super-Vorstellung von Jens Braun. Schließlich gratulierte auch Michael Dippold artig: „Der EVP hat verdient gewonnen.“
Die Tore: 1:0 (14.) Schwindl/Steffens/Lamich, 2:0 (17.) Steffens/Schwindl/Lamich, 2:1 (21.) Krieger, 3:1 (29.) Schwindl/Lamich, 4:1 (39.) Lamich/Schwindl, 5:1 (39.) Schmidt/Skarupa, 5:2 (42.) Krieger.
Strafen: EVP zwölf, ERSC 18 Minuten.



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