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Politiker und Busunternehmer jetzt Ehrenbürger

Willi Müller zeichnet Fleiß, Unternehmergeist und ein breites Kreuz aus - Ex-Bürgermeister feierte seinen 70. Geburtstag - 13.05.2017 12:00 Uhr

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Willi Müller (rechts im Bild) feierte nicht nur einen „Runden“, sondern wurde auch von Bürgermeister Markus Grüner zum Ehrenbürger Obertrubachs ernannt. © Foto: Franz Galster


Bürgermeister Markus Grüner würdigte den Jubilar in einer Feierstunde und ernannte Müller zum Ehrenbürger der Gemeinde Obertrubach. Dabei überreichte er die Ernennungsurkunde und bat Willi Müller zum Eintrag ins Goldene Buch.

Drei wesentliche Säulen prägten das Leben des Jubilars, die Musik, sein Unternehmen und die Politik. Dazu seine Frau Cäcilie, die das Dreieck immer fest zusammen gehalten hat. "Er hat ein Gespür dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein", zitierte Markus Grüner den beruflichen Erfolg von Müller. Als sich die Firma Eberle 1968 in Geschwand ansiedelte, brauchten die Arbeitskräfte einen Transport. Müller kaufte einen ersten Omnibus. Über viele Schritte entstanden daraus bis heute zwei blühende Unternehmen mit Schmetterling International und Schmetterling Reise- und Verkehrslogistik mit über 600 Mitarbeitern.

Die Politik ist dem Jubilar in die Wiege gelegt. Großvater Michael Müller wurde als Bürgermeister von den Nazis abgesetzt, Vater Johann wurde nach dem Krieg von den Amerikanern kommissarisch eingesetzt und später von den Bürgern gewählt. Willi Müller wurde 1978 nach der Gebietsreform in den neuen Gemeinderat Obertrubach gewählt und gehörte diesem bis 2014 ununterbrochen an, davon 1978 bis 2002 als Fraktionsvorsitzender der CSU und 1984 bis 2002 als 3. Bürgermeister.

Projekte wie Sanierung des Kirchenumfelds, das Wanderparadies Trubachtal, viele neue Themenwege, die Dorferneuerung Untertrubach oder das Kletterinformationszentrum prägten seine "Regentschaft" als 1. Bürgermeister von 2002 bis 2014.

Markus Grüner zitierte am Ende Martin Luther mit den Worten "Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Baum pflanzen". Es gebe nur wenige Menschen, auf die dieses Zitat so zutreffe, wie auf den Jubilar.

Stellvertretende Landrätin Rosi Kraus gratulierte im Namen des Landkreises Forchheim. Sie erinnerte 1978—2002 Gemeinderat, anschließend zwölf Jahre Bürgermeister, eine Periode Kreisrat, sechs Jahre im Kommunalausschuss des Landkreises, mit einem der größten Busunternehmen Deutschlands im beschaulichen Geschwand. Das seien Superlative aus dem Leben des Jubilars. All das formte Müller zu einer bedeutenden Persönlichkeit im Oberland.

"Du hast die Ehre verdient", betonte Altbürgermeister und Ehrenbürger Hans Albert an seinen damaligen Nachfolger gerichtet. Müller habe ihn sehr unterstützt. Freilich, so Albert, brauche es auf so einem oft nicht leichten Weg eine starke Frau an der Seite.

Sichtlich freute sich Müller über die Anwesenheit von Martin Eberle, der in jungen Jahren einen Teil seiner Fertigung von Transistoren mit rund 150 Mitarbeitern von Nürnberg nach Geschwand ausgelagert hatte. "Die Gemeinde machte es mir damals möglich, die Arbeit zu den Menschen zu bringen", sagte Eberle, ebenfalls Ehrenbürger der Gemeinde.

Intensive Worte des Dankes fand Pfarrer Werner Wolf. Willi Müller habe Fleiß, Unternehmergeist und oft auch ein breites Kreuz bewiesen. Er erwähnte maßgebliche Projekte, wie die Renovierung des Kirchenumfeldes in Obertrubach oder die Renovierung des Marienkirchleins.

Erst mal Schafkopfen

Auf gemeinsame Tage und Projekte ging Ehrenbürger Gregor Schmitt, ehemals auch stellvertretender Bürgermeister, ein. Er lud Willi Müller und Hans Albert zum Karteln in seine Gastwirtschaft ein. Müller fand neben all seiner Tätigkeit immer Zeit für einen gemütlichen Schafkopf in vertrauter Runde, ein Zeichen seiner Bodenständigkeit.

Am Abend erwies sich Willi Müller auf seinem Anwesen im großen Kreis seiner Mitarbeiter und Freunde, darunter Landrat Hermann Ulm und MdL Michael Hofmann, als großer Gastgeber.  

FRANZ GALSTER

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