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Sonntag, 20.01.2019

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Polizei dämmt Amokalarm am Pegnitzer Gymnasium ein

Schulleitung und Polizei zerstört Freizeitpläne eines Schülers - 11.10.2018 12:01 Uhr

"Es könnte ja auch klappen", so dachte vermutlich ein Schüler des Gymnasiums Pegnitz, der am Dienstag in einer Schultoilette einen Zettel hinterließ, auf dem er die Botschaft schrieb "Alle Lehrer sind kacke! Ich freue mich schon auf den Amokalarm am Donnerstag in der zweiten Stunde". Zusätzlich vermerkte er, dass dieser Zettel im Direktorat abgegeben werden sollte.

Der - nicht ganz so - geniale Plan: Die Schulleitung lässt den Unterricht an diesem Tag ausfallen und er und seine Klassenkameraden haben einen wunderschönen Spätsommertag für die eigene Freizeitgestaltung ohne jegliche schulische Verpflichtungen.

Daraus wurde nichts: Wie in solchen Fällen üblich, verständigte die Schulleitung die Polizei Pegnitz, die zusammen mit Schulleitung und Lehrern den ungestörten Unterrichtsverlauf am Donnerstag sicherstellte. Um Gerüchten und Halbwahrheiten vorzubeugen und übertriebene ängstliche Reaktionen zu verhindern, informierte die Schulleiterin Annett Becker zudem die betroffenen Eltern ausführlich über den vorliegenden Sachverhalt.

Angst verbreitet

Nicht so spaßig ist allerdings, dass dadurch Hunderten von Menschen Angst eingejagt wurde und durch die Polizei ein Strafverfahren eingeleitet werden musste, das nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zugeleitet wird. Sollte es gelingen, den Täter zu ermitteln, erwarten ihn polizeiliche Maßnahmen und gegebenenfalls zusätzlich eine erhebliche Rechnung über den Polizeieinsatz sowie selbstverständlich auch schulische Konsequenzen.

Die Pegnitzer Polizisten loben in diesem Zusammenhang ausdrücklich das vernünftige und besonnene Verhalten der Eltern, die ebenso wie die Schulleitung die Lage richtig einschätzten.


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