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Pottenstein: Frist zu knapp gesetzt

Der Breitbandausbau sollte Ende 2018 abgeschlossen sein, bisher tut sich noch nichts - 22.09.2017 11:53 Uhr

Es dauert noch, bis die ersten Glasfaserkabel im Pottensteiner Gemeindegebiet verlegt werden können. Die Angebotsfrist für die Betreiberausschreibung musste verlängert werden. © Guido Kirchner/dpa


Im aktuellen Amtsblatt heißt es, dass die "Angebotsfrist für die EU-weite Betreiberausschreibung verlängert werden" muss, "so dass sich der Abschluss des Verfahrens um wenige Wochen verlängern wird". Anfang Juli hatte Bürgermeister Stefan Frühbeißer noch damit gerechnet, dass dieses Kapitel bis Ende Juli abgeschlossen sein könnte. Von Anfang an sei die Frist, Ende 2018 mit dem Breitbandausbau fertig sein zu wollen, äußerst knapp gesetzt gewesen, so Frühbeißer. Gerade im Hinblick darauf, wie sehr die Bauunternehmen ausgelastet sind. "Das zu schaffen ist unter der Gesamtbetrachtung nahezu unmöglich", sagt der Bürgermeister.

Doch er gibt sich entspannt. Schon bei verschiedenen Gelegenheiten sei betont worden, dass man die von den Zuschussgebern gesetzte Frist womöglich nicht einhalten könne. "Es gab auch schon Verlautbarungen aus Berlin, dass es in begründeten Fällen eine Verlängerung gibt." Bundesweit sei man sicher nicht alleine.

Parallel arbeiten

8,5 Millionen Euro wurden in den Haushalt für den Breitbandausbau eingestellt — vorsichtshalber, weil man noch nicht weiß, wie viel Geld vor allem in die Arbeit der Tiefbaufirmen investiert werden muss. Ursprünglich waren 7,3 Millionen Euro angesetzt (wir berichteten). Es fließen aber mächtig Zuschüsse: rund 4,3 Millionen Euro.

Natürlich schaue die Stadt, so Frühbeißer, dass es möglichst bald losgehe mit dem Umrüsten auf schnelles Internet. Wie berichtet werden mehrere Arbeitstrupps parallel im Gemeindegebiet tätig sein. Doch erst muss die Betreiber-Ausschreibung abgeschlossen sein, dann müssen alle Unterlagen nach Berlin geschickt werden, von dort gibt es die endgültige Freigabe. Erst dann darf Pottenstein den Auftrag vergeben.

Das bedeutet also, dass ein Baubeginn noch nicht konkret absehbar ist. Laut Stefan Frühbeißer hängt der auch von der Witterung ab. "Wir gehen davon aus, dass die wesentlichen Arbeiten erst im Frühjahr nächstes Jahr losgehen können." Es sei aber durchaus denkbar, dass Teilabschnitte noch in diesem Jahr gemacht wer-
den.

Ursprünglich war der Baubeginn im März beziehungsweise April dieses Jahres angesetzt gewesen. Das hatte Martin Leybold vom beauftragten Planungsbüro CEC Ingenieure und Lemka in einer Sitzung des Stadtrates vor einem Jahr erklärt.

Nach wie vor stehen die angekündigten Informationsveranstaltungen für die Bürger aus. Doch aktuell mache es keinen Sinn, diese abzuhalten, so Frühbeißer. Sie finden dann statt, wenn alles in trockenen Tüchern ist, die Partner in Sachen Breitbandausbau also feststehen. 

LUISA DEGENHARDT

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