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Raab sieht keine Chance fürs Linksabbiegen

SPD-Kandidat bei den Einzelhändlern: Alle Sorgen gehört — Den Tourismus mehr fördern - 05.09.2012

PEGNITZ  - Drei Bürgermeisterkandidaten waren schon zu Gast bei „Unser Pegnitz“. Jetzt lud der Händler-Kreis auch Uwe Raab von der SPD ein. Für ihn war es kein leichtes Spiel. Denn er musste sich auf der einen Seite dafür rechtfertigen, dass er anfangs dem neuen Einkaufszentrum zugestimmt hatte, und er fand kein Wohlwollen, als er eine Linksabbiegespur von der Schlossstraße zur Stadtmitte ausschloss — schon aus finanziellen Gründen

Uwe Raab bei „Unser Pegnitz“ mit Marianne Landgraf (links).
Uwe Raab bei „Unser Pegnitz“ mit Marianne Landgraf (links).
Foto: Volz
Uwe Raab bei „Unser Pegnitz“ mit Marianne Landgraf (links).
Uwe Raab bei „Unser Pegnitz“ mit Marianne Landgraf (links).
Foto: Volz

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Trotzdem verlief der Gedankenaustausch ohne allzu große Emotionen ab. Sprecherin Christina Wellhöfer brachte es auf den Punkt: „Wir Geschäftsleute haben viel Gesprächsbedarf, denn wir möchten wissen, wie es mit der Innenstadt weitergeht.“ Immerhin seien hier 40 Geschäfte und 15 Dienstleister untergebracht.

Sie forderte, dass die Innenstadt von beiden Seiten befahrbar sein muss, dass die Geschäfte im Osten erhalten bleiben, und dass die 16 Branchen der Innenstadt gehört werden.

Christina Wellhöfer forderte auch, dass unter einem neuen Bürgermeister wieder bei vielen Aktionen der Händler von der Stadt unterstützt wird. Die Innenstadt sei Herz, Motor und Pumpe der Stadt, antwortete Uwe Raab. Das habe er bei über 4000 Besuchen bei den Bürgern und bei über 200 in den Betrieben festgestellt. Er habe aber auch zur Kenntnis genommen, dass vor allem in den Dörfern die Sorge um die Innenstadt umgeht. Die sollte nicht in Gefahr kommen, wenn ein neues Einkaufszentrum entsteht und damit weitere Leerstände drohen.


Wichtig ist es für den SPD-Kandidaten, dass man im Osten aktiv werden muss, „um zu retten, was noch zu retten ist“. Gemeint sind da Aldi, Obi oder andere Dienstleister in diesem Gebiet.

Raab sprach auch das Thema „Fremdenverkehrsamt“ an, das in der Innenstadt besser präsentiert werden könne als im CabrioSol. Er schlug weiter eine Bühne am Schlossberg vor. Und er machte deutlich, dass alles in einem Dialog mit der Bevölkerung stattfinden soll. Wichtig für ihn sei es, dass eine private Agentur damit beauftragt wird, eine Standortentwicklung vorzunehmen und dass ein Leerstands-Management über ein gemeinsames Netzwerk läuft.

Es wurde viel diskutiert zu gemeinschaftlichen Öffnungszeiten (die sind aber kaum möglich), zu den fehlenden Familienwohnungen in der Innenstadt und zur immer noch nicht funktionierenden Gastronomie im Zentrum. Kritisiert wurde die „stümperhafte Ausschilderung“ zur Innenstadt, dies auch im Hinblick auf Wander- und Radwege. Solche Radwege wünscht sich Uwe Raab vor allem in Hinblick auf den Fremdenverkehr. „Wir brauchen top ausgebaute Radwege.“

Abschließend wurde darauf verwiesen, dass über 1300 Unterschriften gegen das neue Fachmarktzentrum bei der Stadt abgegeben wurden, „doch die hatten keine Wirkung“. Auch klagten die Einzelhändler, dass bei der Kirchweih der Ponfick-Parkplatz zwei Wochen lang nicht für Kunden zur Verfügung stand.

 

vz


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