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So will die Telekom trotz Prostest des Bürgermeisters die Telefonhäuschen im Mariental, in Tüchersfeld, Elbersberg und Hohenmirsberg abbauen. Sie lohnen nicht.
Zum Radweg Schüttersmühle-Elbersberg berichtete Bürgermeister Stefan Frühbeißer, dass „heftigst interveniert wurde“, als der Landkreis hier den Rotstift ansetzte. Jetzt wird er heuer zumindest mit 300000 Euro anfinanziert. Stadtrat Roland Lang erinnerte daran, wie langsam die Planung in den letzten drei Jahren voran gebracht wurde. „Jetzt stellte sich jeder drauf ein, und plötzlich ist das Geld weg. Die Leute wollen Fakten! Oder wird da mit verschiedenem Maß gemessen?“ Frühbeißer hatte deshalb Ende Januar einen Brandbrief geschrieben: „Der Ausbau hatte doch auch bayernweit Priorität!“
Der Landkreis gab auch keinen Zuschuss zur Kreuzwegsanierung, die 6188 Euro kostet. Hier müssen Spenden helfen.
Stadtrat Stefan Hümmer erkundigte sich nach Neuem in Sachen „Gewerbegebiet“ und Kulturmeile. Der Bürgermeister ging nicht näher aufs Gewerbegebiet ein, wo Aldi gern Läden um sich hätte, um nicht zu schließen.
Schlecker, Norma, NKD, Bäcker, Metzger, ein Arztzentrum, Apotheke und auch ein Spielkasino wurden im Vorjahr nicht-öffentlich im Stadtrat beraten — und abgelehnt, um nicht das Zentrum zu schwächen und Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Nur der Discounter Rewe war im Gespräch geblieben (Edeka zog sich zurück). Jetzt bekam ein Fachbüro den Auftrag, die Situation des Einzelhandels in der Stadt zu analysieren und diesem Chancen aufzuzeigen.
Der Ausbau der „Kulturmeile“ beim SeniVita könnte im Sommer beginnen, so Frühbeißer. Die Ausschreibung läuft im Mai an.
Eine große Spende von privat kommt bald der Stadt zu Gute. Näheres dazu wurde aber nicht-öffentlich besprochen.
Positiv ist, dass in Kirchenbirkig dank guter Grundstücksverhandlungen der Gehweg gegenüber vom Friedhof gebaut werden kann. Auf welche Länge, ist aber noch offen.
Auch optimistisch stimmt, so Frühbeißer, dass die VGN-Touristen immer zahlreicher werden. Brachte der „Bier- & Brotzeitexpress“ 2008 genau 4370 Besucher, waren es im Vorjahr 5303. Und der „Trubachtal-Express“ lud 2009 etwa 6700 Besucher ab, im Vorjahr aber um die 10000.
Dabei sind nicht nur Senioren, sondern zunehmend auch 30- bis 59-Jährige. 15 Prozent der Touristen stammen nicht einmal aus dem Nürnberger Ballungsraum.
Stadträtin Birgit Haberberger ergänzte, dass ein neuer VGN-Flyer auf den Jakobsweg hinweisen wird, so dass die Wanderroute Pegnitz-Elbersberg-Pottenstein-Gößweinstein-Obertrubach-Gräfenberg leicht erreichbar ist.
Zur oft geforderten Breitbandverkabelung konnte Stefan Frühbeißer melden, dass der Sendemast auf der Hohemirsberger Platte bald mit LTE-Technik aufgerüstet wird. Über Richtfunk wird dann Pottenstein angepeilt, „so dass wir ohne viel Geld für ein Auswahlverfahren sehr, sehr gut versorgt sind“.
Ein Randthema war die Festlegung, dass künftig die beiden Dörfer „Weidenhüll“ amtlich folgendermaßen getrennt werden: „Weidenhüll bei Elbersberg“ und „Weidenhüll bei Leienfels“. Ein Stadtrat scherzte, dass es auch ein „Pottenstein bei Elbersberg“ geben könnte, was der Elbersberger Roland Lang mit einem fröhlichen „Sowieso!“ konterte.
Ein neuer Ortssprecher ist nötig in Vorderkleebach, wo der Arzt Robert Neubig das Amt abgibt. Der Ortsführer von Trägweis, Josef Karl, wird durch Klemens Heumann ersetzt und jener von Kirchenbirkig, Käthe Wölfel, durch Werner Wickles.
In Sachen „Rechtlerauflösung“ ist das erste Verfahren eröffnet worden, und zwar in Siegmannsbrunn und Haselbrunn. Dies entspricht einer Art Flurneuordnung, die jetzt Schritt für Schritt auch anderswo beginnt.
Als „Naturpark-Pflegemaßnahmen“ legte der Stadtrat für heuer fest, 11000 Euro in die Verbesserung des Frankenwegs an der „Püttlachtaler Wand“ zwischen Pottenstein und Tüchersfeld zu investieren. Außerdem werden Wegmarkierungen und Wandertafeln im ganzen Pottensteiner Gebiet erneuert oder aktualisiert.
Stadtrat Heiner Plank warnte vor verheerenden Folgen für die Stadt, weil der Landkreis plötzlich extrem mehr Geld einzieht. Stefan Frühbeißer schrieb bereits einen Protestbrief, weil die Therme Obernsees und der Tourismus im Fichtelgebirge Millionen schlucken, während die Fränkische Schweiz darbt. Verschlimmere sich die gesamtdeutsche Wirtschaftslage und fallen Steuern weg, „können wir handlungsunfähig werden“.
Stadtrat Dieter Bauernschmitt regte an, die Räume des Sprachheilkindergartens in der Kirchenbirkiger Schule zu vermieten. „Auch Kleinvieh macht Mist.“ Stefan Frühbeißer wollte dies in ein Gemeinde-Entwicklungskonzept legen. Bauernschmitt: „Da brauchen wir keine großen Konzepte!“ Seinem Vorschlag wird aber gefolgt. Weil auch die Schule bald schließt, „ist Kreativität für die Folgenutzung gefragt“, so Frühbeißer.



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