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Räte wollen keine Windräder in der ,Schön‘

Pottensteiner Bürgervertreter befürchten viele Nachteile für die Natur und Landwirtschaft - 30.01.2013

POTTENSTEIN  - Die von der Stadt Pottenstein vorgebrachten Argumente gegen eine Ausweisung eines Vorranggebietes für Windkraftanlagen im Regionalplan wurden vom Planungsverband Oberfranken-Ost zurückgewiesen. Auch eine Petition zweier Bürger an den bayerischen Landtag gegen die Errichtung von Windrädern im gemeindefreien Gebiet Waidacher Forst, der sogenannten „Schön“ bei Waidach, war erfolglos.

Symbolbild
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Foto: Reinl
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Dies teilte Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) während der jüngsten Stadtratssitzung mit. Da aber bei der Entscheidung des regionalen Planungsverbands offenbar Formfehler gemacht wurden, haben die Stadt und auch die Bürger nun in einem ergänzenden Anhörungsverfahren noch einmal die Möglichkeit, ihre Bedenken dagegen vorzubringen.

So lagen bei der abweisenden Entscheidung des Planungsverbandes zum Beispiel nicht allen Verbandsmitgliedern die Sitzungsunterlagen vor. Mit dem zusätzlichen Anhörungsverfahren hatte der Stadtrat nun noch einmal die Möglichkeit, seine Gegenargumente erneut vorzubringen und diese zu konkretisieren. Bürgermeister Frühbeißer verwies besonders darauf, dass die innere Fränkische Schweiz als Erholungsgebiet von Windkraftanlagen frei gehalten werden solle. „Keiner konnte mir aber genau sagen, wo die Grenzen der inneren Fränkischen Schweiz liegen“, so das Stadtoberhaupt. Weiter betonte er, dass eindeutig Pottenstein zur inneren Fränkischen Schweiz gehöre.


Die Eingabe im Petitionsausschuss des Landtags wurde aber auch deswegen abgewiesen, weil die Stadt Pottenstein selbst die Planungshoheit für dieses Gebiet habe.

Seltene Vögel

Dies jedoch stimme, so Frühbeißer, definitiv nicht, da die „Schön“ Staatsforstgebiet sei und somit dem Freistaat Bayern gehöre. Darauf will Frühbeißer nun den Vorsitzenden des Petitionsausschusses noch einmal hinweisen. Wie er weiter sagte, sei dieses Gebiet von einer besonderen biologischen Vielfalt mit seltenen und geschützten Vogel- und Pflanzenarten geprägt.

Zudem sei auch der Bodenschutz im Karstgebiet wegen der Trinkwasserversorgung von großem Belang. Die Landschaft würde durch Windräder ebenso erheblich beeinträchtigt, da es sich um einen prägnanten Höhenzug handele. Roland Lang (BU) konnte sich nicht vorstellen, dass man dort ohne ein Umspannwerk auskomme, da das nächste geplante in Pegnitz zu weit weg sei. „Man kann die Windräder hier doch gar nicht wirtschaftlich betreiben“, so Lang. Laut Frühbeißer bräuchte man aber nur ein kleines Umspannwerk, nicht größer als eine Garage.

„Bei uns ist das nicht erwünscht und fehl am Platz“, sagte Hans Eckert (CSU) und Veronika Hofmann (CWU/UWV) betonte, dass man dies nicht ohne die Akzeptanz der Bevölkerung machen könne.

„Wer von der Autobahn her kommt, wird dann in der Fränkischen Schweiz von fünf bis sechs Windrädern begrüßt. Das ist ein enormer Schaden für unser Fremdenverkehrsgebiet“, so auch Dieter Bauernschmitt (CSU). Franz Macht meinte, dass die Fränkische Schweiz von Windrädern ohnehin schon umzingelt sei.

Heiner Plank (FWG) verwies in der Diskussion auf die Naturparkverordnung, die 41 Jahre alt sei. Darin ist schon festgeschrieben, dass dieses Gebiet als Erholungsgebiet gelten und von Windkraftanlagen freigehalten werden solle. 

tw


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