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„Königstein soll unser Wohnangebot für Menschen mit herausforderndem Verhalten sowie für jüngere Menschen mit schweren Behinderungen ergänzen“, sagt der Gesamtleiter von Regens Wagner Michelfeld, Peter Miltenberger. Gerade bei höherem Pflege- und Betreuungsbedarf decken die vorhandenen Wohnplätze in Michelfeld derzeit kaum die Anfragen ab, fügt er ergänzend hinzu.
Zunächst hat die Regens Wagner Stiftung Michelfeld laut Miltenberger ein Grundstück nahe der Königsteiner Kneippanlage erworben, das laut Definition ausschließlich für soziale Zwecke genutzt werden kann. Für dieses Grundstück wird derzeit ein Bebauungsplan erstellt, der Gemeinderat hat sich mit dem Thema bereits befasst (die NN berichteten). Der Bebauungsplan wird von den Gebäudegrößen, die sich allesamt an die ortsübliche Bebauung in der Umgebung anpassen werden, eine maximale Bewohnerbelegung von zirka 30 bis 35 Personen zulassen. Miltenberger: „Die Bewohner sollen vor Ort ihre Beschäftigung und Tagesstruktur erhalten.“ Das bedeutet später einmal im Alltag, dass sie nicht wie die Bewohner von Pegnitz und dann auch Neuhaus zur Arbeit in die Werkstätte nach Michelfeld fahren. Königstein bietet laut Miltenberger somit eine umfassende Begleitung vor Ort, die die Tagesstruktur mit einbezieht. Die Bewohner werden somit ganz unabhängig von Michelfeld leben und arbeiten.
Allerdings wird der Neubau in Königstein nicht „über Nacht“ entstehen. Der Weg von der ersten Planung bis zur Umsetzung ist bei Bauten, die mit öffentlichen Mitteln bezuschusst werden, äußerst komplex, weiß Miltenberger nur zu gut. Er geht davon aus, dass sicher noch mehrere Jahre vergehen werden, bis die geplanten Gebäude in Königstein stehen werden.
Auf die Frage, warum Regens Wagner jetzt auch nach Königstein gehen wird, sagt Miltenberger: „Wir diskutieren heute über Inklusion, die Menschen mit Behinderungen nicht in großen Einrichtungen trennt, sondern mitten unter uns leben lässt. Das gemeindenahe Wohnen trägt einen Teil dazu bei. Wir fördern mit den neuen Standorten außerhalb von Michelfeld ein möglichst eigenständiges Wohnen in den Gemeinden und wollen Unterstützung nur in den benötigten Bereichen bieten.“ Und falls dennoch eine Unterstützung von Michelfeld notwendig ist, wie zum Beispiel im logistischen Bereich, bleibt Königstein weiterhin gut erreichbar, so der Gesamtleiter.
Und auch die Lage in Königstein hat die Verantwortlichen bei Regens Wagner laut Miltenberger ebenfalls überzeugt: Es wird keine Bebauung am Ortsrand, sondern ein Leben in der Gemeinde mit fußläufigem Zugang zum Ortskern, „sodass wir uns sehr gut vorstellen können, dass sich unsere Bewohner dort wohlfühlen und ihre Heimat finden werden.“
Auf der Baustelle in Neuhaus, dort wo bisher das alte Rathaus stand, wächst der Rohbau. Miltenberger: „Wir nähern uns dem Erdgeschoß. Ziel in diesem Jahr ist es, den Rohbau dicht zu bekommen, um direkt im Anschluss mit dem Innenausbau fortfahren zu können.“ Der Zeitplan sieht eine Fertigstellung und somit Eröffnung des Hauses im Herbst des nächsten Jahres vor.



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