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Rockoper in Pegnitz "super" umgesetzt

Gefeiert: „Jesus Christ — Superstar“ in der Herz-Jesu-Kirche - 07.03.2016 18:55 Uhr

Die Rockoper „Jesus Christ – Superstar“ unter der Leitung von Michael Starke begeisterte die Zuschauer in der Herz-Jesu-Kirche in Pegniitz. Mit vier Gesangsolisten und einem starken Ensemble gelang eine gelungene Inszenierung. © Foto: Eva Böhm


Michael Starke entbot den Besuchern in der Herz-Jesu-Kirche das Willkommen. Er erläuterte jeweils die Handlungen im ersten und zweiten Akt, die auf der Grundlage der biblischen Geschichten beruhen.

Das Projekt wurde im Zeitraum von Januar bis Juni 2015 für die Aufführungen in der Sophienhöhle und Creußen einstudiert. In diesem Jahr wurde das Programm wieder aufgenommen und wird nun in Pegnitz und im Rahmen des Humboldt-Forums in Goldkronach gezeigt.

Die Aufführungen sind von Musik und Text her identisch mit den Darbietungen 2015. Allerdings baute Michael Starke etliche Änderungen der Inszenierung ein. So gibt es zu einzelnen Szenen Choreographien, was Aktionen und Bewegungen des Chores betrifft. Damit ist der Chor stärker szenisch eingebunden, was eindrucksvoll umgesetzt wurde.

Die Band wurde von Markus Wieding (E-Basss), Christian Steinlein (Drums) und Michael Starke (Klavier) gebildet. Starke ist es gelungen für die Besetzung des „Judas“ einen Star, nämlich den Briten Stuart Summer aus Berlin nach Pegnitz zu holen. Der Sänger ist bereits auf vielen großen Musicalbühnen aufgetreten, sang den „Tarzan“ oder wirkte beim Queen Musical „We will rock you“ mit.

Er bot mit seiner rockigen Stimme einen starken Kontrast zu der Interpretation von Jesus, der von Martin Dechet aus Nürnberg, verkörpert wurde. Simon Zealotes und Maria Magdalene wurden von Rebecca Brinkmann (Pegnitz) und Astrid Haas (Würzburg) alternierend dargestellt.

Somit wirkten vier Gesangsolisten, drei Musiker, der Chor mit etwa 30 Sängern sowie einem Techniker am Mischpult mit. Dieser war auch für die Zuspielung von Texten vom Band zuständig, die für Gänsehaut sorgten.  Der Chor der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Pegnitz und Kulturpreisträger des Landkreises 2007 präsentierte damit sein aktuelles Programm „Jesus Christ Superstar“ – sein Musical Projekt in Pegnitz. Den musikalischen Ausgangspunkt bildet dabei das Musical  „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber.

Das bis heute erfolgreiche und populäre Werk, das 1971 in New York City uraufgeführt wurde,  wird dabei auf zentrale Szenen reduziert und mit Spirituals und Gospels angereichert, die ähnlich wie die Choräle in Bachs Passionen die heutige christliche Gemeinde zu Wort kommen lassen. Die afroamerikanischen Gesänge reflektieren und vertiefen dabei die Szenen des Musicals aus der Sicht des Glaubens und fragen nach der Bedeutung der Geschichte Jesu heute.

Außerdem wurden literarische Texte verschiedener Autoren das Passionsgeschehen beleuchtet und kommentieren dies. Die musikalische Gesamtleitung oblag Michael Starke. Der Chor Lingua Musica, der innerhalb des Musicals das Volk und die Jünger Jesu verkörperte, bot eine hochrangige Leistung und erhielt Zwischenapplaus und „Bravo-Rufe“.

Erfahrungen mit dem Genre

De Chor wurde 1994 als Ensemble der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Pegnitz gegründet. Sein zehnjähriges Jubiläum beging der Chor 2004 mit der Aufführung der Carmina Burana von Orff, mit welcher er bereits vier Jahre zuvor einen großen Erfolg feiern konnte. 

Zu seinem 20-jährigen Jubiläum 2014 präsentierte der Chor die Messe in C-Dur KV 317 („Krönungsmesse“) von Mozart. Bereits zweimal widmete sich das Ensemble dem Genre Musical, so wurden 1997 „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“ von Webber komplett und 2006 „My fair Lady“ von Frederick Loewe und „West Side Story“ von Leonard Bernstein jeweils als Kurzfassungen auf die Bühne gebracht.

Michael Starke dankte der katholischen Kirchengemeinde und den Helfern des Abends. In der Pause wurde im Pfarrsaal Bewirtung angeboten. Der Eintritt war frei, jedoch wurde um Spenden gebeten.  

EVA BÖHM

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