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Routiniert und durchtrainiert bis in die Fingerspitzen

Teilnehmer des Bouldercontests zeigten eindrucksvoll, wie weit die Kraft reicht — Alex Megos bewältigte 2,70 Meter weiten Sprung - 29.05.2016 23:29 Uhr

15 Meter in die Höhe gingen die Kletterer mithilfe von Seilklemmen.


Die Besucher standen dicht gedrängt in Viererreihen um die „Arena“, die Kraft, Geschicklichkeit, Schnelligkeit und gutes Reaktionsvermögen erforderte. Eigenschaften, die gute Kletterer von Haus auf mitbringen.

Gestartet wurde in Zweierteams: je ein Kletter-Promi und ein Amateur. Dabei waren bekannte Namen wie Katharina Saurwein, eine der besten Kletterinnen Österreichs, Anna Laitinen aus Finnland und die drei Action-Directe-Begeher Felix Neumärker, Patxi Usobiaga Lakunza aus Spanien und Alexander Megos. Und mittendrin das Auerbacher Talent Mia Baumann als jüngste Teilnehmerin.

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Frankenjura-Kletterfestival begeistert Zuschauer

Über 700 Besucher verfolgten am Samstagabend den Boulderwettbewerb beim 2. Marmot-Frankenjura-Kletterfestival mit vier schwierigen - für die Zuschauer zum Teil auch lustigen - Disziplinen.


Mit sieben Jahren angefangen

Die 13-Jährige klettert seit sechs Jahren, besonders intensiv seit Öffnung der Boulderhalle ZugZwang vor zwei Jahren. Sie hatte sich, wie die anderen Amateure auch, am Kraftolizer qualifiziert. An dieser Station wurde die Fingerkraft gemessen. Und diese war bei drei von vier Disziplinen auch dringend nötig.

Im ersten Wettbewerb galt es, möglichst lange an Bouldergriffen hängen zu bleiben. Dank Mias Durchhaltevermögen wurde ihr Team Dritter. In der zweiten Disziplin mussten die Teilnehmer mit Schwung 1,5 Meter entfernte Haltegriffe erreichen. Dies schafften noch alle, doch dann wurde die Distanz größer. Die 2,70 Meter schaffte nur noch Alex Megos, der wohl auch noch weiter gesprungen wäre.

Bei einer Wassertemperatur von 18 Grad wollte niemand fallen.


Alle gaben alles

Kraftraubend war der vorbereitete Parcours, den der Erlanger mit 47,15 Sekunden als Schnellster schaffte. Mia Baumann kämpfte sich bravourös durch, obwohl sie aufgrund ihrer Größe Probleme hatte. Sie bekam besonders viel Applaus.

Der letzte Wettkampf war dann „just for fun“. Auf einem schmalen Steg „attackierten“ sich die Teilnehmer mit Paddeln, die mit Schaumstoff umhüllt waren. Mit ihrem Teampartner Philipp Hans, Wettkampf-Kletterer aus Stuttgart, wurde Mia Baumann in der Gesamtwertung Dritte.

Hängepartie: Dirk Uhlig (Bild) von der Nürnberger Boulderhalle E4 hatte den anspruchsvollen Parcours konzipiert, den er hier selbst absolviert.


Unkomfortables „Hotel“

Auf dem obersten Podest landeten punktgleich die Teams von Alexander Megos und Felix Neumärker. Die beiden Kletterer waren am Freitagabend als Action-Directe-Begeher in der Auerbacher Helmut-Ott-Halle und hatten in einem Auto auf einem Waldparkplatz bei Bernheck übernachtet.

Der Samstag in Königstein bot noch weitere Aktivitäten: Einige Kletterer gingen 15 Meter hoch in die Luft. Dazu brauchten sie ein Seil, das an einem Autokran befestigt war, Zähigkeit, Kraft und spezielle Seilklemmen.

Andere versuchten sich beim Bohrhakenwettbewerb. Sie bearbeiteten zwei Felsblöcke auf traditionelle Art mit Hammer und Meisel. Auch die Vorträge mit beeindruckenden Bildern von Touren rund um den Globus und die Stände der Klettersportausrüster waren gut besucht. 

BRIGITTE GRÜNER (Text) und HORST LINKE (Fotos)

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