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Schnabelwaid: Eltern legten Hartplatz an

An den Schulen im NN-Verbreitungsgebiet gab es diesen Sommer eher wenige Bauarbeiten - 08.09.2016 09:20 Uhr

Eigeninitiativ haben Eltern binnen einer Woche einen Hartplatz bei der Schnabelwaider Schule errichtet. Die Gemeinde kostete die Verbesserung keinen Cent. © Ralf Münch


Dieses Jahr blieb es auf den Schulgeländen meist ruhig. Umbau- oder Sanierungsarbeiten fanden nicht stand. Dringenden Baumaßnahmen waren nicht erforderlich.

An der Grundschule Pegnitz ist am hinteren Eingang, an der Brücke über die Pegnitz, lediglich ein mit Büschen und Sträuchern bewachsener Bereich vom Wildwuchs befreit worden. Die 28 Quadratmeter große Fläche wurde gepflastert. Der Weg zwischen Gebäude und Zaun bietet nun mehr Platz und ist somit besser begehbar.

In Eigenregie

„Auch der Metallzaun, der die Uferböschung vom Schulhof abtrennt, ist befestigt worden“, sagt Zweiter Bürgermeister Wolfgang Nierhoff auf Anfrage der Nordbayerischen Nachrichten. „Der Zaun ist nun stabiler“, bestätigt Hausmeister Hartwig Steger, der zurzeit mit Vorbereitungen für das neue Schuljahr beschäftigt ist.

Nicht untätig blieb man auch in Schnabelwaid. Dort war jedoch nicht die Marktgemeinde, sondern der Förderverein der Grundschule aktiv. Kassier Thorsten Held legte zusammen mit zwei Männern neben der Turnhalle einen Hartplatz an, was Bürgermeister Hans-Walter Hofmann sehr erfreut. „Diesen Einsatz muss man sehr positiv sehen.“ Zumal der Bau der Gemeinde nichts gekostet hat.

Nachdem der Förderverein für die Errichtung des Hartplatzes auf einer sumpfigen Wiese Angebote eingeholt hatte – das günstigste belief sich auf 22.000 Euro – entschlossen sich die Verantwortlichen, den 16,5 Meter langen und 9,4 Meter breiten Platz selbst zu errichten. „Wir haben eine Woche gearbeitet, dann war er fertig“, sagt Held.

Hausmeister Hartwig Steger zeigt den neu gepflasterten Bereich an der Grundschule Pegnitz. Die Fläche wurde zuvor vom Wildwuchs befreit. Im Hintergrund ist der stabilisierte Zaun zu sehen, der den Schulhof vom Fluss trennt. © Hans-Jochen Schauer


Bauern fuhren erst den alten Humus weg. Dann kamen 110 Tonnen Schotter und Splitt für den Untergrund, der auch eine Drainage erhielt. Darauf verlegten die drei Freiwilligen Matten aus Gummi. Die Kosten für das Material betrugen 7000 Euro. Dafür wurden Spendengelder verwendet. „Nun müssen die Schulkinder, wenn sie draußen Sportunterricht haben, nicht immer zum FSV-Sportplatz“, schildert Held.

Auch außerhalb der Schulzeiten steht der Platz den Kindern und Jugendlichen von Schnabelwaid offen. „Die Kinder freuen sich und nutzen den Platz schon rege.“

In Auerbach habe es die üblichen Unterhaltsarbeiten gegeben, berichtet Bauamtsleiterin Margit Ebner. Außerdem seien die Wände des Physiksaals an der Mittelschule gestrichen worden.

In Königstein herrschte Ruhe: „Wir mussten nichts machen“, berichtet Kämmerer Thomas Pirner aus dem Königsteiner Rathaus.

Im nahen Neuhaus/Pegnitz investierte die Marktgemeinde immerhin rund 5 000 Euro in ein Whiteboard. Es ist das fünfte, das die Grundschule nun besitzt. „Wir sind stolz darauf“, sagt Bürgermeister Josef Springer, denn die Grundschule in Neuhaus sei damit die am besten ausgestattete im Landkreis Nürnberger Land. Außerdem seien in den vergangenen Wochen Kabelkanäle und -schächte für eine Notmeldeanlage gelegt worden. Alle Klassen sind mit einem Telefon ausgestattet. „Nun kann im Schulgebäude jeder jeden anrufen“, sagt Rektorin Katja Höllerer.

Energetische Sanierung geplant

An der Graf-Botho-Mittelschule in Pottenstein musste nichts erneuert werden. „Nach der Generalsanierung ist alles in einem guten Zustand. Baumaßnahmen sind auch nicht geplant“, betont der Geschäftsleitende Beamte Gerhard Thiem-Förster.

Das Gleiche gilt für Waischenfeld,Creußen, das Ahorntal und die Grundschule Hollfeld-Plankenfels-Wonsees. Dort steht laut Bürgermeisterin Karin Barwisch („Wir haben die letzten Jahre viel gemacht“) im kommenden Jahr eine energetische Sanierung an. 

HANS–JOCHEN SCHAUER

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