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Schnitt für Schnitt ist die Straße wieder frei

Einweihung des fertig gestellten Abschnitts der Innenstadtsanierung in Auerbach — „Befreiendes Gefühl“ - 24.11.2013 23:48 Uhr

Viele werden froh sein, dass die Baumaschinen nun nicht mehr die Szenerie dominieren. Die Dr.-Heinrich-Stromer-Straße in Auerbach ist nun nach der Einweihung wieder freigegeben. „Die Stadt hat erheblich an Attraktivität gewonnen“, sagt Bürgermeister Joachim Neuß. © Trenz


„Mit einem befriedigendem und befreiendem Gefühl“, wie Bürgermeister Joachim Neuß in seiner Ansprache betonte nehme er die Einweihung vor. Alles habe geklappt – „gestalterisch, finanziell und zeitlich“. Auch wenn der frühe Wintereinbruch vergangenes Jahr die Fertigstellung der Pfarrstraße erst zu Beginn des Frühjahrs möglich gemacht habe.

Mit den beiden zentralen Achsen zeige die Stadt weitgehend eine grundlegend neue gestalterische Geschlossenheit und habe somit erheblich an Attraktivität gewonnen. Die beträchtlichen Investitionen seien nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig gewesen. Dies habe man insbesondere nach der Sanierung von Marktplatz und Unterem Markt erkennen können, als im Vergleich deutlich geworden sei, „wie schäbig sich die heute eingeweihten Straßen präsentiert haben“.

Was in der Planungsphase oder bei den ersten Umsetzungen facettenreich diskutiert wurde, zeige sich nun in der angestrebten und erwarteten Geschlossenheit. Neuß dankte der „Beharrlichkeit“ von Landschaftsarchitekt Josef Garnhardtner, der seine Ideen zu denen des Stadtrats gemacht habe, auch wenn er gelegentlich „harter Kritik“ ausgesetzt war.

Anlieger brauchten Geduld

Sein Dank galt auch Architekt Wolfgang Fetsch, der für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich war. Nicht zuletzt ging der Dank an die Anlieger beider Straßen, die während der Bauarbeiten immens beeinträchtigt worden seien.

Da mache wohl der eine oder andere „drei Kreuze“ weil die Baumaschinen endlich abgezogen sind, sagte Pfarrerin Helga von Niedner zuvor, die mit Dekan Dominik Sobolewski die beiden Straßen segnete. Die Projekte seien kein Denkmal für Politiker, sondern für die Menschen da. Sie hoffte, dass der Handel in der Stadt „wieder blühen“ möge.

Neuß bezifferte die voraussichtlichen Gesamtkosten für beide Sanierungsabschnitte auf rund 1,85 Millionen Euro. Für die Pfarrstraße habe man im Rahmen der Städtebauförderung 60 Prozent, für die Dr.-Heinrich-Stromer-Straße 80 Prozent Förderung für die förderfähigen Kosten bekommen. Dies bedeute insgesamt ein Förderbetrag in Höhe von knapp über einer Million Euro.

In beiden Fällen habe es „keinen Euro“ an Kostenüberschreitungen gegeben, die Neuß auf ein „stringentes Projekt- und Kostenmanagement“ zurückführt und nicht nur beiden Architekten anzurechnen sei. „Unsere Stadtbaumeisterin Margit Ebner ist ebenso deutlich am gestalterischen und zeitlichen Gelingen derartiger Baumaßnahmen beteiligt, wie sie maßgeblich dazu beiträgt, dass wir seit etwa fünf Jahren so gut wie keinerlei Kostenüberschreitungen bei unseren Baumaßnahmen hinnehmen müssen.“

Zehn Prozent Beteiligung

Vom Kostenmanagement profitiere auch der Anlieger, der bei derartigen Maßnahmen nicht für finanzielle Überraschungen eintreten und lediglich mit zehn Prozent an den Gesamtkosten beteiligt werden müsse.

Die Stadt dürfe auf die bauliche Entwicklung in den vergangenen Jahren stolz sein. Sie präsentiere sich damit in „einem neuen, attraktiven und einladenden Gesicht“.

 

klt

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