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Schöne Lieder läuten in Auerbach die Weihnachtszeit ein

Adventskonzert macht Lust auf die stade Zeit und auf‘s Mitsingen — Gäste nahmen schwere Anreise auf sich - 04.12.2017 18:46 Uhr

Beim Adventskonzert in der Christuskirche Auerbach gaben die Waldsteinsaiten im Altarraum einige ihrer Lieder zum Besten. Unter anderem präsentierten sie „Alle Joahr um die Zeit“. © Barbara Schuster


Passend zum 1. Advent konnten sich die zahlreichen Zuhörer auf die vorweihnachtliche stade Zeit einstimmen. Sicher eine nicht ganz unbeschwerliche Anreise hatten die vier Musikantinnen der "Waldsteinsaiten" aus dem Landkreis Hof und die sieben Chorsänger der "Hammerbachtaler Sänger" aus der Gemeinde Henfenfeld an diesem winterlichem Abend.

Durchaus laut und kraftvoll wurde der musikalische Abend im Gotteshaus mit einem Marsch des dreizehnköpfigen, ökumenischen Auerbacher Posaunenchors unter der Leitung von Reinhard Potzner eröffnet. Für die Begleitung auf der Trommel sorgte Christoph Bauer.

Nach einer flotten Intonation des weihnachtlichen "Macht hoch die Tür" begleiteten die Blechbläser die Besucher, die mit ihrem Gesang bereits zur musikalischen Einstimmung beitragen konnten.

Die sympathischen Herren der "Hammerbachtaler Sänger" starteten routiniert mit zwei Liedern "Ganz still is es Land" und "Sing ma im Advent" und wurden bei allen Liedblöcken von ihrem musikalischen Leiter Sven Munker auf dem Akkordeon begleitet.

Sehr besinnlich ging es mit den "Waldsteinsaiten" weiter, deren "Menuett" und "Alle Joahr um die Zeit" zum Träumen einluden. Die vier Damen hatten im Altarraum ihre Saiteninstrumente, Hackbrett, Akkordzither und Gitarre bereits aufgebaut. In jedem Block wechselte sich das "Hackbrett", gespielt von Christine Benker, mit dem gemeinsamen Gesang der vier Volksmusikerinnen ab. Sie entlockten den Saiteninstrumenten zarte, himmlische Klänge.

Die Hammerbachtaler Sänger begleitet vom musikalischen Leiter Sven Munker am Akkordeon unterhielten beim Konzert. © Foto: Barbara Schuster


Trotz Mundart gut verständlich erzählte der dreistimmige Männerchor mit den ausgewählten Stücken "Über a Hüttn" und "Aus einer schönen Rose" die vertrauten Weihnachtsgeschichten vom Christkind, Josef und Maria. So auch mit dem Lied "Auf, auf ihr lieben Schäfer".

Aus der Sicht von Josef selbst ist der Text des seit dem 19. Jahrhundert bekannten brauchtümlichen, tiroler Liedes "Nun es nahen sich die Stunden", über Josefs Herbergssuche für seine schwangere Frau Maria.

Auch bei den Beiträgen der "Waldsteinsaiten" war nicht nur träumen angesagt. Die Texte ihrer Volkslieder von der "Hamlichen Zeit", der gemütlichen Winterzeit und mit dem Gesang "Kerznstückla" vom hellen Adventsschein forderten die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Beim Abwechseln der beiden Chöre hatten die Gäste immer wieder die Gelegenheit für gebührenden Applaus, der aber im Gotteshaus und wegen der feierlichen Stimmung eher zurückhaltend ausfiel.

Die letzten Stücke aus dem Repertoire der "Hammerbachtaler Sänger" waren "A Gschicht für Arme" und "Es mocht net finster wern".

Den Abschluss übernahm wieder der Auerbacher Posaunenchor, mit dem "Trommlerlied", welches mit einem Paukenschlag endete. Es folgte ein Marsch aus Judas Makkabäus von Friedrich Händel. Für den runden Abschluss des Adventskonzerts lud der Posaunenchor mit dem bekannten Werk "Tochter Zion" von Friedrich Händel zum gemeinsamen Singen ein.

Die Gruppen boten ein sehr gelungenes, abwechslungsreiches, kurzweiliges Programm und zeigten gesangliche und musikalische Professionalität. Der Eintritt war kostenlos, es wurde aber um Spenden gebeten. Viele Besucher nahmen ein besinnliches Lächeln und entspannte, adventliche Stimmung mit auf den winterlichen Nachhauseweg.

Pfarrer Moritz von Niedner bedankte sich bei Kirchenvorsteherin Brigitte Grüner und der Stellvertreterin Kerstin Syttny für die Vorbereitungen und die Organisation. Der Auerbacher Posauenchor hatte zum ersten Mal ein Konzert dieser Größe ausgerichtet. 

Barbara Schuster

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