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Sind Feuerwehrleute bald bei Erste-Hilfe-Einsätzen dabei?

Beim Festakt zum 140-jährigen Bestehen der Wehr Kirchahorn wurden auch Trends beleuchtet — Fünf Aktive geehrt - 29.04.2018 21:56 Uhr

Eine der höchsten Auszeichnungen, das Ehrenkreuz in Gold des Landesfeuerwehrverbands Bayern, ging an den Ehrenkommandanten der Feuerwehr Kirchahorn, Albin Zahn (vorne in der Mitte) und an Kreisbrandmeister Waldemar Adelhardt (2.v.re.). Mit im Bild sind die Geehrten Johann Fuchs (vorne von li.), Bernd Fuchs und Sophie Neubauer (re.) sowie Bürgermeister Gerd Hofmann (hinten von li.), KBI Stefan Steger und Landrat Hermann Hübner. © Foto: Thomas Weichert


"Gut, dass es Euch gibt", wandte sich Landrat Hübner an die Aktiven in der Mehrzweckhalle zu. 140 Jahre Feuerwehr Kirchahorn haben gleichzeitig auch ein Teil Geschichte des Ahorntals geschrieben. Dies betonte Bürgermeister Gerd Hofmann (FBA), der den Feuerwehrlern nicht nur voller Stolz und Freude, sondern auch mit großer Dankbarkeit zum 140-jährigen Jubiläum gratulierte.

Heute gehe es um wesentlich mehr als die traditionelle Brandbekämpfung. Denn über die Jahre und Jahrzehnte kamen immer mehr Aufgaben für die Feuerwehren hinzu. Ganz aktuell werde etwa darüber diskutiert, ob die Feuerwehr auch zu Erste-Hilfe-Einsätzen alarmiert werden soll. Nach Hofmanns Meinung werde es dafür keine pauschale Lösung geben. Er kündigte an, sich in dieser Sache mit den Kommandanten der Ahorntaler Feuerwehren zu abzusprechen.

Mit Ortskenntnis punkten

Als Sanitäter hat Hofmann dazu eine klare Auffassung: "Fundierte medizinische Kenntnisse sind für einen Ersthelfer nicht erforderlich." Auch die Angst, etwas falsch zu machen, sei unbegründet. Schon alleine die Ortskenntnis von Feuerwehrleuten und der Zeitvorteil einer Feuerwehr könne bei Erste-Hilfe-Einsätzen helfen und lebensrettend sein, so Hofmann weiter. Und wenn es nur darum gehe, dass der Rettungsdienst die richtige Adresse schneller finde.

Für ihn als Bürgermeister sei es ein gutes Gefühl, so zuverlässige Feuerwehren im Ahorntal zu haben. Darauf könnten alle Bürger stolz sein, betonte Hofmann. Auch Kreisbrandinspektor Stefan Steger unterstrich, dass man im Ahorntal zehn wunderbare Feuerwehren habe. Besonders die Feuerwehr Kirchahorn sei mit ihrem Löschzug ein wichtiger Eckpfeiler in der Gefahrenabwehr im südlichen Landkreis und darüber hinaus. Steger hatte hohe Ehrungen des Freistaats Bayern und des Bezirks- und Landesfeuerwehrverbands mitgebracht. Eine der höchsten Auszeichnungen, das Ehrenkreuz in Gold des Landesfeuerwehrverbands Bayern, ging an Ehrenkommandant Albin Zahn und Kreisbrandmeister Waldemar Adelhardt.

Zahn war von 1978 bis 1996 stellvertretender Kommandant und danach erster Kommandant der Feuerwehr Kirchhorn. Er führte außerdem über 15 Jahre den 23. Löschzug. Zahn ist hauptsächlich der Neubau des Feuerwehrhauses in Kirchahorn mit zu verdanken ebenso wie die Neuanschaffung des großen Löschfahrzeugs LF20/16. Noch heute steht Zahn dem jungen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.

Waldemar Adelhardt ist 1973 in die Feuerwehr Pegnitz eingetreten und seit 1989 der zuständige Kreisbrandmeister für die Ahorntaler Wehren, die er mit großem Engagement und Sachverstand betreut. Besonders liegen ihm die Jugendfeuerwehren am Herzen. Der Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Kirchahorn, Sophie Neubauer, wurde indes mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken für ihren außergewöhnlichen und unermüdlichen Einsatz bei der Gewinnung von Anwärtern und der Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren im Jugendbereich gedankt.

Neuen Anhänger geweiht

Seit sechs Jahren ist Neubauer auch Jugendwartin der Feuerwehr Kirchahorn, und am Tag vor der Ehrung wurde sie als neue Vertreterin der Vorstände beim Kreisfeuerwehrverband Bayreuth gewählt. Bernd Fuchs erhielt das silberne Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats für 25-jährige Dienstzeit und Johann Fuchs von der Feuerwehr Oberailsfeld die gleiche Ehrung in Gold für 40 Jahre.

Am gestrigen Sonntag wurde nach dem Festgottesdienst der neue Mehrzweckanhänger durch die Pfarrer Herbert Hautmann und Peter Zeh gesegnet. Die Gemeinde Ahorntal hat dafür 1800 Euro investiert. 

THOMAS WEICHERT

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