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Skater in Pegnitz haben doch weniger Rampen gebaut

Aus sieben mach‘ zwei: Reduzierung hat mehrere Gründe - 13.09.2017 19:58 Uhr

Er ist zufrieden mit dem, was die Skater in Eigenregie auf die Beine gestellt haben — aber er glaubt nicht mehr an den Spatenstich für die neue Anlage in diesem Jahr: Stephen Schaak, Sprecher der lokalen Skaterszene. © Klaus Trenz


"Das hängt vor allem mit dem Platz und dessen Zustand des Areals zusammen", sagt Stephen Schaak, Sprecher der lokalen Skaterszene. Er hatte die Idee für diese Anlage Marke Eigenbau. Und durfte sich über eine starke Resonanz aus der Geschäftswelt freuen: Mehrere Dutzend Paletten wurden angekarrt, dazu Holzplatten und wichtige Kleinteile wie Schrauben und Winkeleisen.

Das Ziel, Materialbeschaffung und Bau innerhalb einer Woche über die Bühne zu bringen, wurde jedoch nicht erreicht. Manche aus dem Skaterkreis konnten beruflich nicht, manche waren im Urlaub. Dann ging alles ganz schnell: "An einem Abend waren die beiden Rampen fertig", so Schaak. Eine breite, etwas höhere, ein schmale, etwas flachere. Im Fachjargon heißen diese Teile Wheeliepad und Curb. Mehr mache wenig Sinn, so Schaak: "Das hat mit dem Thema Sicherheit zu tun, auch weil der Bodenbelag Risse aufweist, das wäre dann auch versicherungstechnisch eher fragwürdig." Also haben sich die Skater begnügt, an der Seite noch zwei kleinere "Übungshüpfer" hinzuzaubern.

Die Nachfrage ist da, sagt Schaak. Sogar Bayreuther kommen nach Pegnitz, weil die Bahnen dort entweder erst im November öffnen oder in schlechtem Zustand sind. Was ihm klar ist: "Unsere Rampen halten nicht ewig, sind nicht wetterbeständig." Daher hofft er, dass die Pläne für eine neue Skateanlage inklusive einer Dirtbahn für Zweiradenthusiasten möglichst bald umgesetzt werden. An einen Startschuss in diesem Jahr will er aber nicht mehr so recht glauben.

Halle gesucht

Die jetzt gebauten Rampen sollen später unter dem Dach einer Halle zum Einsatz kommen, "daher sind wir schon auf der Suche nach einem neuen Domizil für die kalte Jahreszeit". Die Gründung eines Fördervereins liegt noch auf Eis, sagt Schaak. Das mache erst Sinn, wenn die Anlage tatsächlich gebaut wird, wenn es dann darum geht, auch Sponsoren aufzutreiben: "Aber dazu müssen wir wissen, was konkret beschlossen wird, um den Betrieb der Anlage werden wir uns ja so oder so kümmern."

Immerhin: Der Bewilligungsbescheid der Regierung zur Vorentwurfsplanung sei nach Auskunft der Regierung von Oberfranken noch im September zu erwarten, so Bauamtsleiter Manfred Kohl. Er geht davon aus, dass das Thema im Oktober vom Stadtrat behandelt werden kann. 

STEFAN BRAND

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