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Sonntag, 20.01.2019

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Spielzeug-Indianer lassen Kinderaugen strahlen

Früherer NN-Redakteur Thomas Knauber und Kollegen überreichten Spenden unter anderem an eine bedürftige Familie - 19.12.2018 07:57 Uhr

Marlen Lenk (re.) übergibt die Spende der Dachdeckerfirma ihres Mannes Martin an Thomas Knauber. Er bedankte sich sehr herzlich dafür. © Foto: privat


Den Scheck über 1000 Euro überreichte Marlen Lenk an Thomas Knauber, der als früherer NN-Redakteur diese Aktion weiterhin betreut. Sie betonte, dass ihre Firma gern ihre Weihnachtsgeschenke an Kunden einschränkt und dafür im sozialen Bereich aktiv wird. Sie und ihr Mann sind auf einer Linie mit Hans-Karl Schönner vom VdK, der als Vorsitzender versuchen will, einige schwere Fälle aus dem Kreis der Bedürftigen finanziell zu betreuen.

Knauber war dieser Tage schon unterwegs zum Verteilen der Spenden, unterstützt von Irene Lenk und Richard Reinl, beides frühere Kollegen. Er klopfte etwa bei einem Rentner an, der seit Jahrzehnten bettlägerig ist, verursacht durch einen schweren Schlaganfall. Keiner weiß, wie es mit ihm weitergeht, weil er jetzt so schnell abbaut. War es schon bisher ein Wunder, dass er die gekrümmte Lage aushält, kommen jetzt Entzündungen dazu. Obwohl er sehr geschwächt ist, kann er aber noch den Gesprächen folgen. Am Ende, beim Abschied, gibt er fest die Hand: Seine Lebensenergie ist noch da.

Ärztliches Versagen

Als nächstes klopfte Knauber bei einer Rentnerin an, die ein Gesicht hat wie eine Filmschauspielerin. Aller Falten zum Trotz hat sich ihre Schönheit erhalten. Sie ist wie eine Grande Dame. Aber wenn man es ihr sagen würde, würde sie nur darüber lachen, bitter. Denn was sich da eingekerbt hat, sind Schicksalsschläge, ärmste Kriegsjugend, keine Chance auf eine gute Ausbildung — und Operationen. Die erste war ein ärztliches Versagen. Die anderen drei korrigierten. Das Laufen ist seitdem eine Qual.

Unter den Bedürftigen ist auch ein älterer Mann, der ähnlich gehandicapt ist. Er hatte von Geburt an eine Fehlstellung an den Beinen, was jetzt, im Alter, zu schweren Operationen führte. Die Folge war, dass er Jahre lang kaum mehr aus dem Haus gehen konnte. Eine gravierende Herzschwäche kommt dazu. Trotzdem ist dieser Mann zufrieden. Er hat noch seinen Hund. Er bekam vor kurzem einen Fahrdienst für kleine Einkäufe. "Das ist der Himmel", sagt er. Er kommt also jetzt an die Luft und sieht wieder die Stadt. "Hauptsache, man lebt", sagt er lächelnd am Schluss.

Thomas Knauber besuchte auch eine Familie mit vielen Kindern. Er konnte hier nicht nur das Geld bringen, sondern auch gebrauchtes Spielzeug, das ihm ein befreundetes Ehepaar mitgegeben hatte. Die Freude dieser Kinder darüber zu sehen, ihre Begeisterung über einen Karton Lego, über einen Bauernhof und eine Menge von Indianerfiguren, war bewegend. Genauso die Herzlichkeit und Höflichkeit dieser Kinder. Sie sind nur zwei, drei, fünf und sieben Jahre alt, aber so aufmerksam und strahlend.

ZWenn Sie für Schmücken & Helfen spenden möchten, können Sie es direkt in der NN-Geschäftsstelle tun, oder auf das Konto "Freude für Alle" bei der Sparkasse Bayreuth, Nr. DE62 7735 0110 0038 0645 72 (BYLADEM 1 SBT). Eine Spendenquittung kommt, wenn Sie Ihre Adresse angeben. 

fca

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