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Staatsanwaltschaft Hof bringt Pegnitzer Wehr 10.000 Euro

15 Neuzugänge bei der Pegnitzer Feuerwehr — Mitgliederzahl stieg auf 344 — Geschenkte Drohne soll künftig Einsätze unterstützen - 24.01.2016 22:25 Uhr

Ehrungen, Beförderungen und ein Geschenk bei der Wehr. Links Vorsitzender Helmut Graf, Alexander Kusterer (60 Jahre dabei), Bernd Bauer, Beförderung, Helmut Eckert (60 Jahre), Thomas Arnold, Beförderung, Kommandant Roland Zahn, Bürgermeister Raab, Vizekommandant Timo Pohl und Horst Lautner, früherer Sachbearbeiter für Feuerwehr.

Ehrungen, Beförderungen und ein Geschenk bei der Wehr. Links Vorsitzender Helmut Graf, Alexander Kusterer (60 Jahre dabei), Bernd Bauer, Beförderung, Helmut Eckert (60 Jahre), Thomas Arnold, Beförderung, Kommandant Roland Zahn, Bürgermeister Raab, Vizekommandant Timo Pohl und Horst Lautner, früherer Sachbearbeiter für Feuerwehr. © Foto: Claus Volz


Auch Kreisbrandrat Hermann Schreck sprach von den großen Herausforderungen, denen sich die Wehr stellen musste. Sie konnte diese erfolgreich dank qualifizierter Aus- und Fortbildung bestehen. Ob Einsatz beim Flugzeugabsturz oder mit dem Wechselladersystem bis nach Hof. „Wenn man die Pegnitzer Wehr braucht, leisten ihre Fachleute mit Kommandant Roland Zahn an der Spitze hervorragende Arbeit.“

Lob gab es auch für den Feuerwehrverein mit Helmut Graf an der Spitze. Der habe durch Eigeninitiative die Kasse ein gutes Stück aufgebessert, so dass auch Wünsche, die die Stadt nicht erfüllen kann, verwirklicht werden. Das erste Geschenk war eine Drohne vom Feuerwehrverein, die an diesem Abend unter großem Beifall übergeben wurde und bei künftigen Einsätzen für Übersicht sorgt.

Der Vorsitzende berichtete, dass die Zahl der Mitglieder im Verein deutlich auf 344 gestiegen ist, darunter die Jugend mit 15 jungen Leuten beiderlei Geschlechts. Zur Jugend nahm auch Adrian Neupert Stellung, der künftig durch Markus Stieg und Thomas Luttenberger als Jugendleiter ersetzt wird. Er beklagte die sinnlose Bürokratie, denn er könne nicht verstehen, dass es wichtiger sei, die Zahl der geleisteten Stunden zu dokumentieren, während auf der anderen Seite die Truppmannausbildung schleifen gehe und nicht abgeschlossen werden könne.

Zum Jahresbeginn habe es außerdem eine große Überraschung gegeben, meinte Graf weiter. Denn die Staatsanwaltschaft Hof habe als Auflage für einen Angeklagten die Überweisung von 10 000 Euro an die Wehr verlangt. Damit könne man unter Umständen die Wehr mit hochwertigen Überjacken ausstatten, Jacken, die über die Standardausrüstung hinausgehen.

Etliche Helfer

Weitere stattliche Beträge seien durch den Einsatz der Mitglieder auch so in die „Kasse gespült worden“, dass sich bei Altpapier- und Altkleidersammlung viele engagiert hätten, ebenso beim Marktplatzfest. Kassier Wolfgang Brade bestätigte dies später beim Kassenbericht, der ein deutliches Plus auswies und von Revisor Thomas Müller als „perfekt geführt“ eingestuft. Deshalb war die Entlastung kein Problem.

Aus den Erlösen habe man habe man Helmlampen für den Atemschutz gekauft, ein elektronisches Gerät angeschafft und zum Jahresbeginn 2015 habe die Ausbildung am automatischen externen Defibrillator begonnen. Das habe — wie bei einem Einsatz der Feuerwehr Trockau — zur Rettung einer Person geführt.

Kuchen backen

Im Ausblick erwähnte Helmut Graf das Jubiläum vom 10. bis 12. Juni bei dem jede Hand gebraucht werde. „Macht’s Urlaub und backt viele Kuchen,“ rief er in den vollbesetzten Saal. Dafür gab es viel Beifall, ebenso für den Dank an die Mitstreiter für die gute Zusammenarbeit. Lob und Dank kamen auch von Bürgermeister Uwe Raab, denn „die Richtung stimmt, macht weiter so“. Das sagte er im Hinblick auf die Jugendwerbung.

Der Pegnitzer Bürgermeister berichtete dann auch noch über die finanziellen Leistungen der Stadt für die Wehren. Raab betonte aber bei der Versammlung, dass man dies nur deshalb leisten konnte, weil auch Landkreis Bayreuth und Staat Zuschüsse gewährt hätten. 

CLAUS VOLZ

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