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"Stromer" repariert im Nu einen Hydranten

Dienstleister in der Stadt Pegnitz gehen alljährlich auf Informationsfahrt - Besuch in der Firma Hawle - 17.03.2017 18:13 Uhr

Bei einer Vorführung in der Firma Hawla wurde mutwillig ein Hydrant umgefahren, um den Nutzen von Sollbruchstellen zu dokumentieren. Keine fünf Minuten später lieferte der Hydrant wieder Wasser. © Isi reinl


Ob Bauma, IFAT oder Handwerksmesse – alljährlich im Frühjahr nützt Hans Hümmer, der Werkleiter der Juragruppe, die Gelegenheit zu Exkursionen nach München. Die Nachfrage ist immens und so waren auch diesmal neben dem Personal des Wasserversorgers Mitarbeiter der Tiefbau-Firma Tretter, des Pegnitzer Bauhofs oder der Trockauer Autobahnmeisterei sowie auch Aktive der Feuerwehr mit von der Partie.

Selbst Rentner und Pensionäre, etwa von E.on und dem früheren Überlandwerk oder aus dem Kreisbauamt, sowie Stadträte nützen gerne die Gelegenheit zur Information.

Beim Mittagessen in der Brauereigaststätte von Maxlrain herrschte beste Stimmung. © Isi Reinl


Die Reise-Truppe ist inzwischen so breit aufgestellt, dass es an nichts fehlt. Von "eigenen" Busfahrern chauffiert waren nicht nur Pfarrer Josef Hell als geistlicher Beistand, "Bauerndoktor" Ernst Steinmüller als medizinischer Nothelfer und der Schriftführer aus dem "Räuberstübl" mit an Bord, sondern darüber hinaus erstmals auch eine Drei-Mann-Kapelle, die für viel Stimmung sorgte. Schon im Rahmen des Weißwurst-Frühschoppens beim morgendlichen Besuch der Firma Hawle in Freilassing nahe Salzburg, einem der führenden deutschen Hydranten- und Armaturen-Hersteller, spielte das Trio groß auf.

Geschäftsführer Thomas Bohl freute sich über das "Oberfrankenlied" als Gruß aus seiner Heimat und über die guten Geschäftsbeziehungen mit der Juragruppe, die Produktneuheiten stets aufgeschlossen gegenüberstehe. So habe erst jüngst der einzige Flughafenhydrant in Oberfranken auf dem künftigen Firmengelände von Baier + Köppel in Wannberg seine Feuertaufe bestanden, als bei einem Test über 500 Kubikmeter Löschwasser in einer Stunde gefördert wurden.

Enge Freundschaft

Wie gut die Kontakte sind, zeigte, dass die Firma die 70 Gäste anschließend zum Mittagessen in den Gasthof der besten Brauerei Deutschlands des Jahres 2016 in Maxlrain eingeladen hat. Die Trockauer pflegen seit langem eine enge Freundschaft mit dem Unternehmen des Prinzen Erich von Lobkowicz, wirkte doch lange Jahre mit Pfarrer Johannes Palfi ein Glaubensbruder aus dem Weihejahrgang von Josef Hell im Schloss. Ein Treffen mit dem Altbürgermeister und Vorsitzenden der Juragruppe, Manfred Thümmler, der sich im benachbarten Bad Failnbach von einer schwierigen Operation erholt, war ein schöner Nebeneffekt.

Der gelernte "Stromer" Hans Lechner reparierte den Hydranten in weniger als fünf Minuten. © Isi Reinl


Nach dem Besuch der Handwerksmesse wurden im Hofbräuhaus zum Abschluss der 18-stündigen Informationsfahrt die kollegialen Beziehungen zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen vertieft, sicher hilfreich bei gemeinsamen Bauprojekten. Wie gegenseitige Hilfe aussehen kann, war schon bei einer Vorführung in der Firma Hawle zu bewundern. Als dort zu Schauzwecken ein Hydrant umgefahren wurde, um den Vorteil von eingebauten Sollbruchstellen aufzuzeigen, stellten ausgerechnet ein gelernter "Stromer" mit Hilfe eines Feuerwehrmannes den Wasserlieferanten in weniger als fünf Minuten wieder funktionsfähig auf. Da blieb auch den Experten der Juragruppe nichts anderes übrig, als staunend zu applaudieren. 

ISI REINL

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