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Thomas Schmidt warnt SPD vor Klage

FWG-Bürgermeistkandidat: „Das Fachmarktzentrum ist absolut kein Wahlkampfthema“ - 25.06.2012

FWG-Kandidat Thomas Schmidt stellte sein Programm vor.

FWG-Kandidat Thomas Schmidt stellte sein Programm vor. © Lenk


FWG-Bürgermeisterkandidat Thomas Schmidt stellte in gut einstündiger freier Rede das Zukunftsprogramm von ihm und der FWG vor, unterbrochen von einem Güterzug mit „Taiga-Trommel“ an der Spitze. Da musste er eine Pause machen, denn die war doch stärker als seine gut vernehmbare Stimme. Aufs Mikrofon hatte Schmidt verzichtet. „Oskar“, sein Hund, der auf dem Zipser Berg zum Champion gewählt wurde, meldete sich hie und da, rief aber eher Lacher hervor wegen der Schlagfertigkeit des Redners.

Vorsitzender Dr. Stefan Reinfelder sprach — zuvor hatte „Henry“ aus Obertrubach mit der Quetschen unterhalten — vom FWG-Wahlkampfauftakt, hieß neben Zweitem Bürgermeister Helmut Graf auch die Freunde aus Trockau willkommen und bedauerte, dass das bereits beschlossene weitere Einkaufszentrum nun plötzlich im Mittelpunkt steht.

„Das Thema ist durch“

Die SPD fühle sich plötzlich übergangen, brauche eine Denkpause, doch für „unseren Kandidaten ist das Thema durch, denn es wurde im Stadtrat beschlossen“. Mit Thomas Schmidt habe die FWG einen geeigneten Kandidaten für das Bürgermeisteramt.

Thomas Schmidt hatte seine Rede nochmals überarbeitet, nachdem er in den „NN“ über die neuerlichen SPD-Bedenken gelesen hat. Dies sei absolut kein Wahlkampfthema und sei beschlossen. Er warte nur noch darauf, dass nun auch Kritik an den bereits beschlossenen Windrädern kommt, denn „die Erde ist ja eine Scheibe“. Schmidt hatte die Lacher auf seiner Seite. Zum alten und neuen Fachmarktzentrum listete Schmidt den ganzen Werdegang auf, erwähnte aber auch, dass nur die FWG (eine Stimme der Grünen) gegen das Admira-Zentrum mit Rücksicht auf die Innenstadt gestimmt hat, alle SPD-Stadträte seien dafür gewesen.

Auch die negative Entwicklung im Bereich PEP und K&P streifte er. Die Eigentümer hätten sich nur über die SPD gemeldet. Eine Entwicklung sei dort notwendig, doch „wer geht nach dem OBI-Besuch in die Innenstadt“, zweifelte er an.

Die Forderung, das Linksabbiegen von der Schloßstraße zum Schweinemarkt wieder zuzulassen, streifte er ebenfalls, sieht aber hier den Ampelbetreuer in der Pflicht, denn der müsse eine Lösung finden können, die zu weniger Stau führt. Er warnte die SPD davor, eine Klage gegen das neue Zentrum einzureichen, denn das dauere sicherlich anderthalb Jahre: „Dann ist OBI in Auerbach oder Plech und Arbeitsplätze sind für Pegnitz verloren.“

Im Mittelpunkt stand natürlich das gemeinsam erarbeitete Programm. Aus den Worten von Thomas Schmidt ging hervor, dass er sich vorher sachkundig gemacht und mit Betroffenen gesprochen hat. Barrierefreien Eintritt gebe es zwar auf der Linie nach Bamberg, aber nicht beim Pendolino. Er forderte die Bahn dazu auf, neue Züge zu bringen und dazu gehöre auch, die Bahnunterführung Richtung CabrioSol zu erweitern.

Freie Tankstelle ansiedeln

Weitere Forderungen seien die Ansiedlung einer freien Tankstelle, die — so aus der Bürgerversammlung — „bisher erfolgreich verhindert“ wurde. Der FWG-Kandidat regte eine „Pendlerbuslinie“ nach Bayreuth an, deren Haltestellen mit den Interessenten abgestimmt werden müssten. Beifall gab es auch für seinen Vorschlag, Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren einen dreimonatigen kostenlosen „Schnupperpass“ in den Vereinen zu ermöglichen. Da will er mit den Vorsitzenden sprechen.

Ein neues Gewerbegebiet Trockau an der Ostseite der A9, nahe der Disco, mit Parkplätzen für Lkw, um Himmelkron und Rastplatz Fränkische Schweiz zu entlasten, ist eine weitere Idee des Bürgermeisterkandidaten, zumal die Polizei Nacht für Nacht dafür sorgen muss, dass am Rastplatz „Fränkische Schweiz“ noch eine Durchfahrt für Pkw möglich wird.

Weitere Themen waren Feuerwehren (gut aufgestellt), Auerbach (nicht im Wirtschaftsband A9), ärztliche Versorgung (kein Kinderarzt), Pegomobil (wichtigeVerbindungen fehlen, wie sonntags ins Krankenhaus), Außenstelle Kfz-Zulassung in Pegnitz, Familienzentrum, Seniorenrat oder Radwandernetz. 

vz

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