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Dabei schaffte er es, den Vortrag in den zeitlichen Rahmen einer Unterrichtsstunde zu packen und den Anwesenden einen Eindruck von den Anforderungen zu geben, die an unsere Kinder gestellt werden. Vor allem die langen Unterrichtstage mit zehn Stunden sind hier natürlich besonders von Konzentrationsproblemen betroffen.
Albert wies zu Beginn auf die grundsätzlich beschränkten Möglichkeiten des Menschen zu Konzentration hin und betonte, dass stundenlange durchgängige Aufmerksamkeit gar nicht möglich sei. Zudem sind die hierfür nötigen Basisfertigkeiten des genauen Hinsehens, Hinhörens und Wiedergebens sowie die Unterdrückung vorschneller Reaktionen und das Aushalten von Frustrationen Fähigkeiten, deren Vermittlung heute oft weniger als früher geleistet werde. Albert erläuterte außerdem Grundprinzipien des Lernens, die Konzentration fördern können, und ermöglichte den Anwesenden eigene Erfahrungen mit Konzentrationstests.
Nach dem allgemeinen Teil beschäftigte sich der Vortragende noch mit der sog. ADHS-Konzentrationsstörung, die – nach gesicherten Erkenntnissen – mindestens bei 3 bis 5% der schulpflichtigen Kinder anzutreffen ist. Für die Diagnose bedeutsam sei, dass die Symptome nicht nur im schulischen Bereich, sondern auch im weiteren Alltagsleben anzutreffen seien. Albert stellte die fatalen Folgen und Teufelskreise dar, in die von ADHS betroffene Kinder oft kommen und erläuterte, dass die Ursachen für ADHS/ADS aus den verschiedensten Bereichen stammen, bestimmend sei aber eine Hirnstoffwechselstörung, für die allerdings noch kein eindeutiger Test verfügbar sei.
Eine richtige Diagnose ist demzufolge aufwendig und nicht einfach. Eine medikamentöse Behandlung sei angebracht bei gesicherter Diagnose, Leidensdruck, fehlendem Erfolg anderer Therapien bzw. dem Fehlen anderer Therapiemöglichkeiten und einer Zuspitzung der persönlichen Situation des Kindes. Empfehlenswert seien auch Versuche, die verschiedene Therapieansätze kombinieren. Diese Thematik bestimmte auch die nachfolgende Diskussion.



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