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Tot oder verschwunden

Betreiber des Sternenhofs Gößweinstein bangen um Tiere - 23.08.2017 20:00 Uhr

Die Familie Sebald bangt um das Wohlergehen einiger ihrer Tiere und hat deshalb die Polizei eingeschaltet. © Archivfoto: Erich Malter


Als Jessica Sebald am Montagmorgen zum Füttern kam, entdeckte sie, dass der Elektrozaun an der Pferdekoppel zerschnitten war. Insgesamt 19 Pferde waren ausgerissen. Außerdem war ein Schaf getötet worden. "Das Tier war in sich zusammengesackt", sagt sie. Wenn es eines natürlichen Todes sterben würde, läge es einfach auf der Seite. Außerdem war es kein krankes oder altes Tier. Sebald vermutet, dass es durch einen Schlag ins Genick gestorben ist.

Dienstagfrüh dann ein ähnliches Bild. Diesmal waren elf Pferde ausgerissen. Vermutlich hat jemand das Gattertor geöffnet und wieder geschlossen. Sebald hat die Tiere zwar wieder alle eingefangen, aber trotzdem ist die Situation für sie schrecklich. Schlimm war es auf einer Weide auf der Aufzuchtrehe sind. "Wir bekommen die verwaisten Kitze von Jägern", sagt sie. Meist wurden die Tiere gefunden, wenn die Mutter tot ist. Von den elf Tieren, die zurzeit auf dem Sternenhof aufgezogen werden, hat nur eines überlebt. Einige lagen tot in einem Reisighaufen, manche sind verschwunden. "Sie wurden wahrscheinlich von außen gehetzt und sind über den Zaun gesprungen."

Polizei ist informiert

Vor sieben, acht Jahren gab es schon mal einen ähnlichen Vorfall, als Pferde freigelassen wurden. Jetzt war es lange ruhig und nun diese Vorfälle. "Das kann uns auch die Existenz kosten", fürchtet Sebald. Wenn die Pferde beispielsweise ausreißen und bei einem Bauern auf dem Feld Schaden anrichten, kann der behoben werden. "Dagegen sind wir versichert", sagt sie, "aber wenn ein Pferd auf die benachbarte Straße und in ein Auto läuft, kann schnell auch ein Mensch tot sein". Sebald und ihre Familie werden jetzt Wildkameras aufhängen. Sie hoffen, auf diesem Weg jemanden zu erwischen. Außerdem hat Sebald die Polizei Ebermannstadt informiert.

"Wir werden zum Sternenhof fahren und den Fall untersuchen", sagt Clemens Fiedler von der Polizeiinspektion auf Nachfrage dieser Zeitung. Dann erst könne man sagen, ob und wenn ja wegen welches Straftatbestandes ermittelt werden kann.  

fe

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