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Die Aussage war an diesem Tag wohl in zweifacher Hinsicht zu deuten. Der Herbst zeigte sich von seiner allerschönsten Seite, dazu genossen unzählige Besucher die Idee dieses Tages, nämlich im Bereich des „Tourismusverein Rund ums Walberla“ die offenen Höfe zu besuchen, Produkte zu erkunden und zu testen. Regelrechte Völkerwanderungen gab es zwischen Gosberg, Pretzfeld und Thuisbrunn.
Schon früh am Tag war es eine Herausforderung, mit dem Auto den Weg durch Mittelehrenbach oder Dietzhof zu meistern, viel Geduld war bei dem Gedränge von Fahrzeugen und Fußgängern gefragt. Zufrieden zeigten sich die Besitzer der beteiligten Brennereien und Brauereien. Irmgard Schmidt, Inhaberin des Bioland-Hofes in Mittelehrenbach, hatte neben den „geistreichen“ Getränken eine große Theke mit Äpfeln aufgebaut. Ein Bereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Schmidt: „Heuer gab es auf Grund des Frosts relativ hohe Ausfälle, so haben wir anstelle der üblichen 20 Sorten eben nur sieben anzubieten. Wir wollen auf unserem Bioland-Hof alte Sorten auf dem Streuobstbereich erklären.“
Viele treue Kunden schätzten den Naturapfelsaft. „Das Interesse ist groß. Die Leute wollen mehr als nur Promille, hinterfragen Grundwissen.“ Generell zeigt sich Irmgard Schmidt, wie alle übrigen Hofbesitzer auch, aber sehr zufrieden. Auffallend sei, dass neben den edlen Tropfen immer wieder auch die landwirtschaftlichen Produkte für die Direktvermarktung gezeigt werden und gefragt sind.
So sticht im Feesenhof in Weingarts neben der Brennerei die Apfelprobiertheke ins Auge, ein Wagen mit Feldfrüchten und eine heitere Kürbisfamilie am Eingang der Edelbrennerei Heilmann in Gosberg erregt die Aufmerksamkeit. Besucherin Angela Müglich, Herzogenaurach, bewundert die schmucken Höfe, freut sich über die große Gastfreundschaft und natürlich über die edlen Liköre.
Beim inzwischen neunten Schnapsbrennertag zeigt sich die gute Organisation der Aktion. Extra eingerichtete Buslinien, die gut angenommen wurden, machen die Distanz kurz für den, der die Strecken zwischen den Dörfern nicht laufen will. Das Auto blieb erfreulich oft in der Garage und in Gruppen macht das Wandern noch mehr Spaß. Auch der strahlende Himmel hat seinen Beitrag geleistet, den Tag der offenen Brennereien und Brauereien zu einem wunderbaren Ereignis werden zu lassen.



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