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Urteil steht: Amtsgericht schließt

Zum 1. Juni gehen die Lichter aus — Konferenzzentrum der Justizschule zieht ein - 20.03.2013

Dass die Zweigstelle des Amtsgerichts in Pegnitz keine Zukunft hat, ist bereits seit einiger Zeit beschlossen. Doch nun steht fest: Zum 1. Juni dieses Jahres wird die Außenstelle in Pegnitz aufgelöst und nach Bayreuth verlegt. © Lenk


Am Dienstag teilte dies der Ministerialdirigent des bayerischen Justizministeriums Thomas Dickert, zusammen mit dem Präsidenten des Landgerichts Bayreuth, Jörn Bernreuther den Mitarbeitern mit, die laut Bernreuther schon seit längerem damit rechnen, nachdem der Bauabschnitt 4 im Zuge der Sanierung des Bayreuther Justizpalasts vor dem Ende steht.

Lösung für Mitarbeiter gefunden

„Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die Eingliederung des Amtsgerichts Pegnitz erfüllt“, sagt Bernreuther, nämlich die Unterbringung aller Bediensteten an anderer Stelle.

Eine weitere Voraussetzung hat Bayreuth ebenfalls erfüllt: Die Nachnutzung des Pegnitzer Amtsgerichtsgebäudes, nach der man viele Jahre gesucht hat. Ein IT-Test- und Konferenzzentrum, das bislang unter Raumnot an der Justizschule Pegnitz untergebracht war, soll jetzt im Gebäude am Bahnhofsteig einziehen. Aber erst nach einem entsprechenden Umbau, damit auch zwei Konferenzräume eingerichtet werden können.

„Vorteile für Pegnitz“

Die bisherigen Räume, die die Justizschule als IT-Stelle bereitgestellt hatte, werden zu Schulungsräumen. Das heißt: „Auch der Auslastungsgrad der Justizschule kann gesteigert werden“, erklärt Bernreuther.

Für Bernreuther hat man sozusagen aus dem Nachteil der Auflösung der Außenstelle des Amtsgerichts einen Vorteil für die Stadt Pegnitz gemacht: „Das ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau des Justizstandorts Pegnitz.“ Dieser soll aufgewertet werden.

Durch den Umzug der IT-Stelle von der Justizschule in das Amtsgerichtsgebäude schaffe man auch in dieser Hinsicht Kapazitäten.

Bis dato hatten die Pegnitzer keine langen Wege, wenn ein Amtsgericht gebraucht wurde, das nicht nur dazu da ist, Straftaten zu verhandeln. Die kurzen Wege sollen den Pegnitzern laut Bernreuther erhalten bleiben. Im Rathaus sollen Amtstage eingerichtet werden, heißt: Ein Justizbeamter oder Rechtspfleger wird Anträge entgegennehmen, die sich beispielsweise um Erbschaften oder Beratungshilfen drehen. 

KLAUS TRENZ

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