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Pater Johannes Nikel aus Neuhaus sprach in seinem Grußwort von einer tollen Gemeinschaftsleistung, die die Bürgerschaft zusammengeschweißt habe, das »Kirchlein« in neuem Glanz erstrahlen und die Benutzer der Staatsstraße das Gotteshaus in ihren Umrissen erkennen lasse.
»Die Kapelle soll nicht nur ein steinernes Denkmal, sondern ein Ort der Begegnung sein«, fuhr er fort. Pfarrer Christoph Weißmann aus Plech sprach in seiner Predigt vom Eckstein Jesus Christus und bezeichnete die christliche Gemeinde als lebendige Steine auf einem soliden Fundament.
Der Neuhauser Kirchenchor und der Plecher Posaunenchor sowie die örtliche Jugend umrahmten den Gottesdienst musikalisch. Nach den Worten von Georg Regn wollte vor Jahren weder das Bistum Bamberg noch die Gemeinde Neuhaus die Kapelle in ihren Besitz übernehmen. »Die Kontakte zur Familie Rohrseitz erwiesen sich als Glückstreffer«, resümierte er weiter.
Der Unternehmer übernahm die Ruine vorübergehend in Privatbesitz, stand mit Idealismus und Fördermitteln hinter dem Sanierungsfall und gibt nun das Traditionsgebäude wieder an die Bürgerschaft zurück. Zuschüsse des Marktes Neuhaus, dem Amt für ländliche Entwicklung in Ansbach sowie Zugeständnisse der Handwerker und Spenden aus der Bevölkerung ermöglichten eine reibungslose Bauphase von zwei Jahren.
»Wenn die Höfner zusammenhalten, sind sie im positiven Sinn zu allem fähig«, war vor Ort nicht nur einmal zu hören. Jagdpächter Gert Rohrseitz sprach davon, dass eine sinnvolle Sanierung nur mit Hilfe der Nachbarn, den Familien Buchmann, Wagner und Breitkopf möglich war, weil sie Grundflächen zur Verfügung stellten.
Er kündigte gleichzeitig die Schenkung des »Kirchleins« an den Kapellenverein an. Dieser bedankte sich mit Blumen, Gemälde und Höfener T-Shirts bei seinem noblen Spender. Die Bürgermeister Josef Springer aus Neuhaus und Karlheinz Escher aus Plech sowie Georg Müller für die Kirchenverwaltung Bernheck gratulierten unisono zur Leistung der Dorfgemeinschaft und zollten Hochachtung und Anerkennung.
Der Verein verfügt nun nach über 80 Jahren wieder über ein völlig runderneuertes Gebäude, das außen trockengelegt, innen überholt und neu überdacht ist. Ein Wunsch der Bürgerschaft ist es nun, dass das »Kirchlein« immer wieder genutzt wird und vor allem der Ökumene förderlich ist. Der schöne Vorplatz bietet sich auch nach Abschluss der Arbeiten für gelegentliche Feiern an.



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