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Für ein ganzes Wochenende war der gebürtige Kanadier Richard Wiskin zu Besuch. Seine Frau ist eine Schweizerin. Deshalb lebt er inzwischen bei Zürich. Jetzt hielt er in der Grundschule zwei Vorträge und einen Familiengottesdienst.
Wiskin begann am Freitag mit dem Thema „Spuren der Sintflut“. Es war verbunden mit einer archäologischen Ausstellung. Am Samstag berichtete er über „Gott und die Völker: Globalisierung, Europapolitik und Nationalismus“.
Klaus Funk von der Evangeliumsgemeinde freute sich, dass Wiskin neben naturwissenschaftlichen und politischen Themen bei seiner Predigt auch den Sport streifte, unter dem Motto „Ein Kanadier, Eishockey und Gott“. Humorvoll erzählte Wiskin über Kanada und sein Lieblingshobby Eishockey. In Kingston am Ontariosee aufgewachsen, wo die Wiege des Eishockeyspiels steht, war er schon immer sehr mit diesem Sport verbunden. Früher stand er im Tor, jetzt ist er Zuschauer. Er erklärte den rund 50 Besuchern des Gottesdienstes die Spielregeln und Fachausdrücke. Als Anschauungsmaterial hatte er die Handschuhe des Schweizer Nationaltrainers, ein kanadisches Trikot, seinen alten Hockeyschläger und viele Fotos aus Wettkämpfen mitgebracht. Anhand dieser erläuterte er die Parallelen des Spiels zum Alltag und zu Gott: „Das Eishockeyspiel wird vom Team aufgebaut, es ist nichts für Einzelkämpfer.“
Wie auch im Leben seien in einer Eishockeymannschaft Spieler notwendig, die den Puck nicht nur selbst im Tor versenken wollen, sondern an ihre Teamkollegen abgeben. Es könne nicht nur immer ein Spieler das goldene Trikot für die meisten Tore tragen.
Besonders amüsant fanden die Zuhörer seine Schilderung eines Stadionbesuchs, bei dem Wiskin aus Platzmangel in der Fankurve des Gegners saß und seinen vier Kindern das Jubeln bei einem Tor der eigenen Mannschaft verbieten musste — weil die Fans der Gegner sehr robuste Typen waren.
Mit Bibelzitaten aus Jakobus (Kapitel 3), Gleichnissen und einem Exkurs in den Fußballsport, rundete Richard Wiskin seine Predigt ab.
Seine Hoffnung, die Zuhörer für den schnellen Eishockeysport zu begeistern, erfüllte sich sogar. Denn die Temperaturen erlaubten es, gleich nach dem Gottesdienst die Schlittschuhe zu schnüren und auf dem nächsten Weiher zu trainieren.
Eigentlich waren die drei Veranstaltungen in der Turnhalle der Schule geplant gewesen. Aber bei den eisigen Temperaturen außerhalb war es innen auch nicht viel wärmer, so dass man in die Schulaula umzog.
Auch Betzensteins Bürgermeister Claus Meyer war anwesend. Er freute sich, dass die Evangeliumsgemeinde die freiwilligen Gaben der Besucher dieser Wochenendveranstaltungen für die Sanierung der Turnhalle spendeten.



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