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Bis zu 35 Anfragen, so schätzt Harry Payrleitner, der Gründer der Tennisschule „t.i.m.“ und aktuelle Spieler des Jahn, erhält er täglich rund um den Besuch der Argentinischen Davis-Cup-Mannschaft. „Leider kann ich keine konkreten Antworten geben“, bedauert der Tennislehrer. Mal fragen ihn Kinder nach Autogrammstunden, mal Erwachsene, ob es ein offizielles Training geben wird, mal die örtliche Presse, ob man Fotos vom Training machen könne. „Das Interesse ist groß, das freut uns natürlich. Aber leider fehlen mir selbst die nötigen Informationen, um die Anfragen zu beantworten“, so Payrleitner.
Jedenfalls habe er erst am Donnerstagmorgen nochmal eine E-Mail an seinen Ansprechpartner vom Argentinischen Tennis-Verband geschickt, in der er erneut um Antworten bittet – „aber noch ist das Team in Argentinien, also gibt es Zeitverschiebung. Wann er die Mail liest und ob er dann antwortet kann ich nicht versprechen“. So kann Payrleitner auch nicht mit Gewissheit sagen, wann genau die Argentinier in Deutschland landen werden („Ich glaube Samstag. Aber das ist auch nicht bestätigt“) oder um wie viel Uhr sie zum Training in Forchheim kommen werden.
„Alles, was ich weiß, ist bislang, dass sie wohl Sonntagnachmittag ihre erste von drei Einheiten absolvieren werden. Am Montag folgt eine vormittags, ehe das Team zurück nach Bamberg zum Essen ins Hotel kutschiert wird. Danach soll am späten Nachmittag noch ein Training folgen.“
Zwar würde die Traglufthalle an der Jahnstraße dann nicht in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt, „aber Sicherheitsdienst ist natürlich vor Ort“. Denn Harry Payrleitner erwartet einen „großen Ansturm“, möchte aber den Argentiniern ein ruhiges, konzentriertes Üben ermöglichen. „Ein öffentliches Training wäre natürlich toll. Aber wenn dann drei Stunden lang die Drehtüren nicht mehr stillstehen, wird das die Argentinier nicht unbedingt erfreuen.“ Große Ansprüche haben die Südamerikaner übrigens nicht gestellt: „Sie werden ihre Bälle und ihr Material selbst aus Bamberg mitbringen. Alles, was wir ihnen besorgen sollen, sind isotonische Getränke, Mineralwasser sowie ,Crushed Eis‘ – falls sich einer verletzen sollte.“
Auch aufbauen müssen die Forchheimer nichts. Trotzdem wollen sie die Plätze am Samstagabend für ihre berühmten Gäste noch einmal herrichten, Unebenheiten ausgleichen und frischen Sand aufwerfen.
Verdienen wird die Tennisarena GmbH, der Zusammenschluss von Jahn-Tennisabteilung, TC Forchheim und vier Privatpersonen, übrigens laut Payrleitner keine großen Summen am Besuch der argentinischen Tenniscracks: „Die Halle hat der Deutsche Tennis-Bund angemietet, denn er ist verpflichtet, dem Gegner einen Trainingsort zur Verfügung zu stellen. Hier bekommen wir Mieteinnahmen, die sich aber über die Anteilseigner der Traglufthalle aufteilen werden.“ Insgesamt sei eine "Nullrechnung" (Payrleitner) zu erwarten.
Forchheim war als Trainingsort für die Vorrundenpartie in der Bamberger Stechert-Arena ausgewählt worden, weil die Traglufthalle das Training auf Sand, dem Belag des Matches gegen Deutschland, ermöglicht.
Vereinzelt Karten für das Match in der Stechert-Arena gibt es noch in der Geschäftsstelle der NN, Hornschuchallee 8, in Forchheim.



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