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Weg frei für finanzielle Großprojekte des Landkreises

Kreisausschuss: zehn Millionen für Sanierung des Hauptgebäudes vom Kultur-Schloss Theuern — Realschulhalle größer - 06.12.2017 23:35 Uhr

Am Nord- und Westtrakt des Kultur-Schlosses, dem ehemaligen Schweinestall, laufen bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. © Foto: Gerd Spiess


In drei Bauabschnitten wird das Kultur-Schloss Theuern saniert. Am Nordtrakt und Westtrakt, dem ehemaligen Schweinestall, laufen schon seit Monaten die Sanierungsarbeiten. Im nächsten Jahr ist dann der Südtrakt mit dem großen Veranstaltungssaal und dem Pferdestall an der Reihe. Schließlich soll ab 2020 soll in einem dritten Bauabschnitt das Hammerherrenschloss saniert werden. Gegen die Pläne dieses Gebäudes hatte jetzt die Regierung Einwände, wenn die Fördermittel wie gewünscht fließen sollen.

Laut Beschluss des Kreistags im Juli dieses Jahres ist nämlich in diesem Gebäude im ersten und zweiten Obergeschoss eine behördliche Nutzung vorgesehen. Das Veterinäramt, zurzeit in der Hockermühlstraße 53 untergebracht, soll dort nach der Sanierung einziehen.

Architekt Thomas Raithel und Hubert Saradeth, der Gebäudemanager des Landkreises, erklärten den Hintergrund. Das Gebäude in der Hockermühlstraße sei in einem schlechten Zustand. Es fehlt an Barrierefreiheit und Brandschutzvorrichtungen, der energetische Zustand sei unzureichend, so einige der Probleme.

Mit der Verlagerung der Behörde in die beiden Stockwerke des Theuerner Schlosses könnten aber dort keine kulturellen Sonderveranstaltungen mehr stattfinden, was Auswirkungen auf die staatliche Förderung hätte. Bis zu 1,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Kulturfonds würden wegfallen. Auf Anraten der Regierung schlägt nun das Gebäudemanagement des Landkreises als Lösung vor, dass das Veterinäramt in das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss einzieht, wodurch das erste Obergeschoss weiterhin als Museum und für kulturelle Sonderveranstaltungen genutzt werden könnte. Im Kreisausschuss stimmten bis auf die "obligatorische" Gegenstimme von Kreisrat Peter Dotzler (FW) alle Ausschussmitglieder dieser neuen Planung zu.

Die Generalsanierung der Walter-Höllerer-Realschule in Sulzbach-Rosenberg ist schon seit mehr als zwei Jahren beschlossene Sache. Über 20 Millionen Euro wird dieses Großprojekt den Landkreis kosten. Im Sommer 2018 soll mit der Sanierung des Schulgebäudes begonnen werden. Jetzt ergab eine genaue Untersuchung der Dreifach-Sporthalle gravierende Mängel in einem solchen Ausmaß, dass nun ein Neubau in Erwägung gezogen wird.

"Eine Sanierung der Sporthalle kann nicht mehr als wirtschaftlich betrachtet werden", lautete das Fazit des Architekten Thomas Raithel vom Gebäudemanagement des Landkreises als Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen.

Hauptmängel seien Statik-Probleme durch die unterdimensionierten Hallenbinder, Mängel an den Außenwänden und beim Hallenboden. Nachdem aufgrund der neuesten Schülerzahlen nicht eine Zweifachhalle, sondern eine Dreifachhalle förderfähig wäre, würden die Mehrkosten bei einem Ersatzneubau lediglich bei einem Fünftel liegen. Einstimmig befürwortete daher der Kreisausschuss, eine alternative Entwurfsplanung für einen Neubau zu erstellen, und genehmigte dafür 250 000 Euro Planungskosten. 

GERD SPIESS

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