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Wenn eine Schulturnhalle zur Kirche wird

Prayerfestival am Wochenende in Auerbach — Mit Bandkonzert, Beichte, Workshops und Lobpreis - 13.10.2017 11:01 Uhr

In der Mitte der Halle ist eine Pyramide mit dem Allerheiligsten aufgebaut. Es soll den brennenden Dornbusch aus Genesis symbolisieren. Ähnlich wird sich das Bild am Wochenende auch in der Turnhalle der Auerbacher Realschule darstellen. Dort findet zum ersten Mal das Prayerfestival statt. © Foto: Jugend 2000


Die "Jugend 2000" veranstaltet zusammen mit einer Pfarrei oder einem Kloster zwei Prayerfestivals pro Jahr, berichtet Hauptorganisator Andreas Lorenz. Im Erzbistum Bamberg findet ein solches Event zum ersten Mal überhaupt statt. Die "Jugend 2000" habe seit längerem eine enge Freundschaft mit den Auerbacher Schulschwestern. Als bekannt wurde, dass der Orden für Samstag, 14. Oktober, eine Veranstaltung mit Pater Karl Wallner geplant hatte, wurde überlegt, ob die Veranstaltung nicht in Form eines Prayerfestivals größer aufgezogen werden sollte. Wallner kommt aus Österreich und ist auch bekannt aus dem Fernsehen.

Die Vorbereitungen für das Festival laufen seit einem halben Jahr. Es habe drei große Arbeitskreistreffen gegeben, so Lorenz. In den einzelnen Gruppen haben sich die Organisatoren darüber hinaus mehrfach getroffen. Er selbst sei etwa zehn Mal in Auerbach gewesen, um Sachfragen zu klären und sich Gedanken über den Veranstaltungsort zu machen. Neben der "Jugend 2000" sind auch Gruppen aus Auerbach beteiligt, darunter die Ministranten, einige aktive Jugendliche im Arbeitskreis und Dekan Marek Flasinski.

Eifrige Schulschwestern

Als exzellent beschreibt Andreas Lorenz die Zusammenarbeit mit den Auerbacher Schulschwestern. "Sie waren sehr offen für die Veranstaltung und haben in jeder Hinsicht voll mit angepackt." Beispiele für die gute Kooperation seien die köstliche Bewirtung der Treffen, der rege und herzliche Informationsaustausch und die Vorbereitung im Gebet.

"Zwar ist Gebet nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts!", betont der Hauptorganisator. Schlecht einzuschätzen sei im Vorfeld die Akzeptanz der Veranstaltung. Da es das erste Prayerfestival im Erzbistum Bamberg ist, habe man keine Erfahrungswerte. Die Veranstalter rechnen mit 300 bis 450 Leuten. Die Teilnehmer dürfen sich auf ein kurzweiliges Programm freuen (siehe nebenstehender Artikel).

Neues geistliches Liedgut präsentiert die "Jugend 2000 Band". Sie spielt fetzigen, begeisternden Lobpreis ebenso gerne wie stille und besinnliche Anbetungsmusik.

Am Freitagabend gibt es ein Lobpreiskonzert mit der Gruppe. Beim "Abend der Barmherzigkeit" am Samstag spielt die Band im Hintergrund melodische Lieder, die den Menschen helfen sollen, sich ganz Gott zu öffnen und hinzugeben. Die angebotenen Talks sind Vorträge von ausgewählten Referenten, wie zum Beispiel von Pater Karl Wallner oder von Pater Paulus-Maria Tautz, der die Mission Ostwind und das beliebte Gigfestival leitet. Ein Programmpunkt heißt Speed-Meeting.

Lorenz erklärt: "Man kann sich das vorstellen wie Speed-Dating nur ohne Dating. Es ist so, dass jeweils eine Person einer anderen gegenübersitzt und in kürzester Zeit bestimmte, vom Moderator gestellte Fragen beantworten muss." Dadurch könne man in kürzester Zeit viele neue Bekanntschaften schließen und anschließend die Gespräche vertiefen.

Der Höhepunkt des Wochenendes ist laut Lorenz der Barmherzigkeitsabend, wenn Jesus in Gestalt des Brotes zu jedem Einzelnen komme und ihn segne. Die Teilnehmer sind eingeladen, von Freitag bis Sonntag zu kommen und das gesamte Programm mitzuerleben. Es ist aber auch möglich, sich einzelne Tage oder Programmpunkte auszusuchen.

Finanziert wird das Prayerfestival durch Spenden. "Jeder gibt so viel wie er kann. Wir wollen jedem Interessierten ermöglichen zu kommen, da sollen keine finanziellen Hürden im Wege stehen", sagen die Veranstalter.

ZParkmöglichkeiten gibt es in Auerbach entlang dem Klosterweg und je nach Witterung auch in der Wiese neben dem Kloster. Wer per Bahn kommt, kann vom Bahnhof Pegnitz oder der Bushaltestelle in Auerbach abgeholt werden. 

BRIGITTE GRÜNER

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