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Wiederaufforstung als inklusive Gemeinschaftsarbeit

Behinderte und Nichtbehinderte der Michelfelder Werkstätten bepflanzten Ausgleichsflächen für Windparks - 12.06.2015 18:32 Uhr

Menschen mit und ohne Behinderung forsteten gemeinsam auf.

Menschen mit und ohne Behinderung forsteten gemeinsam auf. © Foto: privat


Aufgrund der Bürgerwindparks Kürmreuth und Ortlesbrunn/Hoher Weg wurde von der Regensburger Firma „Voltgrün“ in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des LRA Amberg-Sulzbach eine Fläche von rund 6600 Quadratmetern mit heimischen Laubgehölzen renaturiert und außerdem auf einer Fläche von etwa 3400 Quadratmetern eine Saatmischung ausgebracht.

Bei der Errichtung von Windkraftanlagen müssen per Gesetz von den Betreibern immer sogenannte Ausgleichsflächen geschaffen, die abgeholzten Bereiche durch Neuanpflanzungen kompensiert werden. Diese müssen nicht zwingend unmittelbar neben der entsprechenden Anlage angesiedelt sein. In Kümreuth/Ortlesbrunn war dies aber der Fall — und so befindet sich das neu bepflanzte Areal gerade einmal 300 Meter von den beiden Windrädern entfernt.

Geschäftsführer Toni Frank von „Voltgrün“ war bei dem Projekt besonders der regionale Bezug wichtig. Nach der Errichtung von Windkraftanlagen hätte die Firma auch die Möglichkeit gehabt, die Ausgleichsflächen finanziell zu ersetzen. Im Sinne einer nachhaltigen und regionalen Entwicklung kam dies aber nicht infrage.

So wurden neben den ortsansässigen Sparkassen auch die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) der Regens-Wagner-Stiftung aus Michelfeld als ausführender Partner vor Ort gewonnen.

Ganz im Sinne der von vielen Seiten geforderten und gewünschten Inklusion arbeiteten bei der Bepflanzung der Ausgleichsflächen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Für die Michelfelder Werkstätten war dieses Projekt eine interessante Herausforderung. Die einrichtungsinternen Bereiche Werkstatt, Garten und Landwirtschaft arbeiteten hier Hand in Hand zusammen und werden die Flächen nun noch weitere drei Jahre pflegerisch betreuen.

Zusammenarbeit gelobt

Matthias Fiedler, Leiter der Michelfelder Werkstätten und Stefan Trummer, Geschäftsführer von „Voltgrün“, lobten die beiderseitig gute Zusammenarbeit.

Auch in Zukunft könne man sich gemeinsame Projekte durchaus vorstellen. Für die Beschäftigten mit Behinderung war die Sache ganz schnell klar: „Das hat Spaß gemacht und war mal was anderes.“  

nn

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