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Die Vertreter der 18 im Wirtschaftsband A9 zusammengeschlossenen Gemeinden sind ganz im Stil einer Profimannschaft im VIP-Bus der SpVgg Greuther Fürth in die Landeshauptstadt angereist. Sie sorgten aber nicht nur mit dem Gefährt der heimischen Firma „Schmetterling-Reisen“ aus Geschwand für Aufsehen, sondern noch mehr mit einem einzigartigen Programm, dem sowohl der Minister, wie auch die Sprecher aller anderen beteiligten Organisationen vom Gemeindetag bis zum Bauernverband höchste Anerkennung zollten.
Landwirtschaftsminister Brunner stellte bei seiner Laudatio in den Vordergrund, dass angesichts der Landflucht und der demografischen Entwicklung neue Strategien erarbeitet werden müssten, um gleichwertige Lebensbedingungen im ganzen Land zu schaffen und so der Sogwirkung der Metropolen entgegenzuwirken. So gesehen seien die Dorferneuerung und die Flurneuordnung wichtiger denn je. Brunner: „Wir müssen uns absetzen von den üblichen Förderprogrammen, das vorhandene Potenzial nützen, das bürgerschaftliche Engagement würdigen und so die zweifellos vorhandene Attraktivität und Vitalität des ländlichen Raums fördern.“
Besondere Hochachtung zollte er dabei Pionieren wie etwa Bürgermeister Manfred Thümmler im Wirtschaftsband A9, die sich allen etwaigen Bedenkenträgern zum Trotz als Schrittmacher einbringen. Brunner: „Wir müssen heute die Weichen stellen, damit die nächsten Generationen die Ernte einfahren können.“
In die gleiche Kerbe schlugen die Vertreter des Bayerischen Gemeindetags oder des Bauernverbands, ihrer Meinung nach müssten nach der Lösung der Wasser- oder Abwasserprobleme jetzt neue Herausforderungen geschultert werden. Dabei sei aber niemandem geholfen, wenn ständig nur die vermeintlich katastrophale Lage am flachen Land beklagt werde. Vielmehr gelte es, den in den vergangenen Jahrzehnten erreichten hohen Standard an Lebensqualität in der Vordergrund zu rücken.
2004 auf bayerische Initiative eingeführt und später zum Vorbild in der EU geworden, ist die Integrierte ländliche Entwicklung heute das Paradepferd der einstigen Dorferneuerung. Das Wirtschaftsband A9 ist dabei zum Vorzeigeprojekt geworden, wie sich ein Verbund mit einem gemeinsamen Konzept in einer Metropolregion positionieren kann. Die Bandbreite der regionalen Allianz reicht dabei von der Stabilisierung des Arbeitsmarkts über die Belebung der Ortskerne bis hin zu neuen Bildungschancen für die Jugend oder zu Betreuungsangeboten für die Senioren.
Die nahezu 50 verschiedenen Projekte sind breit gestreut, von der Hochwasserfreilegung für den Pegnitzer Ortsteil Zips über die Innenstadtsanierung von Betzenstein bis zu einem regionalen Gewerbeflächenpool oder Überlegungen hin zu einer Bioenergie-Region.
Obwohl viel schon erreicht wurde, mangelt es dem Zusammenschluss dennoch nicht an Ideen. So soll etwa das Preisgeld für den Druck einer Broschüre mit gruppenspezifischen Radwanderwegen verwendet werden.
Die 18 Bürgermeister haben Lunte gerochen: „Mit einem Staatspreis geben wir uns nicht zufrieden. Wir wollen noch öfter nach München.“



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