Die Christsozialen betrachten Hempfling als aussichtsreichen Bewerber. Mit ihm will die CSU bei der Wahl im September das Rathaus Pegnitz erneut erobern. Dort amtiert seit fast 30 Jahren Manfred Thümmler (65). Er hatte nach dem Tod von Konrad Löhr (FWG) 1982 den Urnengang für sich entschieden und seitdem jede Wahl gewonnen.
Es sind somit große Fußstapfen, in die Wolfgang Hempfling treten soll, aber die CSU-Mitglieder trauen ihm einen Erfolg über seine Kontrahenten zu. Einer davon wird Uwe Raab (SPD) sein. Bei den Grünen wird sich am kommenden Mittwoch entscheiden, wer als Kandidat antritt.
Hempfling dankte nach der Abstimmung für das große Vertrauen und versprach hundertprozentigen Einsatz im Wahlkampf. Zuvor hatte er sich den Parteimitgliedern in der Stadtversammlung der CSU-Ortsverbände Pegnitz, Trockau, Leups und Büchenbach vorgestellt und seine künftigen Ziele umrissen, sollte er zum Bürgermeister von Pegnitz gewählt werden.
Es gelte, sich gemeinsam den großen Herausforderungen in der Zukunft zu stellen — zum Beispiel der im Schnitt älter werdenden Bevölkerung, der Energiewende und dem Umweltschutz. „Persönlich liegen mir auch die Stabilisierung unserer herausragenden Freizeiteinrichtungen und die Stärkung unserer Ehrenamtlichen in allen Bereichen und Vereinen von Sport bis Kultur sehr am Herzen.“
Er wisse, dass es ein schwerer Wahlkampf wird. „Aber ich weiß auch, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft sind. Und ich bin fest überzeugt, dass es auch Spaß machen wird, wenn wir gemeinsam für die Entwicklung unserer Stadt kämpfen“, betonte Wolfgang Hempfling.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Hartmut Koschyk, charakterisierte Hempfling als einen Mann, der sich alles hart erarbeitet und im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche Qualifikationen erworben habe. Die Menschen in Pegnitz sollen das Gefühl haben, nach Manfred Thümmler geht es gut weiter.“ Koschyk kündigte zum Schluss an, dass die CSU Oberfranken ihren Bezirksparteitag am 14. Juli in Pegnitz abhalten wird. Als Stargast kommt dabei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach Pegnitz.
Auch der Landtagsabgeordnete Walter Nadler lobte Hempfling. „Wir haben die Hoffnung, dass Sie der neue Thümmler sein werden.“ Landrat Hermann Hübner meinte, Wolfgang Hempfling müsse seinen eigenen Weg gehen. Und er blickte auf den kommenden Wahlkampf, bei dem die CSU „keine gemähte Wiese“ erwarte. „Uns wird nichts in den Schoß fallen.“ Bürgermeister Manfred Thümmler, der mit Hempfling lange Jahre in der Stadtverwaltung zusammen gearbeitet hat, sagte: „Ein Bürgermeister muss anpacken und Dinge umsetzen.“
Der nach dem Rücktritt von Manfred Vetterl kommissarische Vorsitzende der Pegnitzer CSU, Christian Bickel, hatte zuvor die CSU-Mitglieder begrüßt.
Diejenigen, die dem CSU-Ortsverband Pegnitz angehören, mussten einen neuen Vorsitzenden wählen. Dies wurde Thorsten Leuchner (34). Er bekam 60 Jastimmen, 63 wahlberechtigte Mitglieder waren anwesend. Zur Stellvertreterin wurde Elvira Looshorn (41) gewählt. Sie erhielt 62 von 65 Stimmen. Da sie bisher Schriftführer im Ortsverband war, musste auch ihr Amt neu vergeben werden. Neue Schriftführerin wurde Kirsten Hagen-Laier (46), die von 65 Stimmen 64 Jastimmen bekam. Bürgermeister Manfred Thümmler ging noch kurz auf die Turbulenzen in der CSU bei der Kandidatenfindung ein. Er dankte Manfred Vetterl, der gestern entschuldigt fehlte. „Wir arbeiten genauso weiter wie bisher.“
Er selbst werde zukünftig helfen und unterzustützen, wo es gewünscht werde. Seinem Nachfolger hinterlasse er ein starkes Fundament. Besonders wichtig sei es für ihn in seiner Amtszeit gewesen, dass die Ortsteile ihre Identität bewahrt hätten und auf den Dörfern Lebensqualität geschaffen wurde. Manfred Thümmler: „Ortsteile und Stadt Pegnitz sind gestärkt worden.“HANS-JOCHEN SCHAUER


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