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Zug sprang aus den Gleisen

Vor 40 Jahren: Schweres Unglück im Bahnhof Pegnitz - 20.12.2012

PEGNITZ  - Heute jährt es sich zum 40. Mal, dass ein schweres Zugunglück im Bahnhof von Pegnitz 41 Verletzte forderte. Die Ursache war ein Fehler beim Rangieren. Es handelte sich bereits um den zweiten Unfall binnen Jahresfrist: Zum Jahreswechsel 1971/72 waren nahe Zips ein Güterzug und eine entgegenkommende Lokomotive zusammengestoßen, weil ein stark alkoholisierter Lokführer in die falsche Richtung gefahren war. Damals waren drei Tote zu beklagen.

41 Verletzte und hohen Sachschaden forderte ein Zugunglück, dass sich vor genau 40 Jahren im Bahnhof Pegnitz ereignete.
41 Verletzte und hohen Sachschaden forderte ein Zugunglück, dass sich vor genau 40 Jahren im Bahnhof Pegnitz ereignete.
Foto: oh
41 Verletzte und hohen Sachschaden forderte ein Zugunglück, dass sich vor genau 40 Jahren im Bahnhof Pegnitz ereignete.
41 Verletzte und hohen Sachschaden forderte ein Zugunglück, dass sich vor genau 40 Jahren im Bahnhof Pegnitz ereignete.
Foto: oh

Der Unfall passierte bei einem Rangiermanöver, wie es heute am Pendolino-Flügelbahnhof Pegnitz tagtäglich unzählige Male praktiziert wird. Als am 20. Dezember 1972 drei Kurswagen des Vorortzugs aus Bayreuth im Pegnitzer Bahnhof an den dort wartenden D-Zug von Hof nach Straßburg angekuppelt werden sollten, prallten beide Züge mit großer Wucht zusammen.

Fürchterlicher Krach

„Kurz nach halb neun gab es einen fürchterlichen Krach“, schilderte ein Augenzeuge das Unglück. „Danach war es für Sekunden ruhig, ehe

man aus beiden Zügen laute Hilferufe hörte und aus den Waggons viele Leute mit blutverschmierten Gesichtern ausstiegen.“ Waggons waren massiv verbogen und zusammengestaucht, überall in den Zügen lagen zersplitterte Fensterscheiben und der Gepäckwagen unmittelbar hinter der Lokomotive des stehenden D-Zugs war aus den Gleisen gesprungen.


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41 Verletzte forderte ein schweres Zugunglück vor genau 40 Jahren im Bahnhof Pegnitz. Beim Ankoppeln von Waggons eines Vorortzugs aus Bayreuth an den wartenden D-Zug nach Straßburg kam ein zu einem Rangierunfall mit fatalen Folgen. Die Wagen prallten mit großer Wucht aufeinander, einer sprang gar aus dem Gleis. Ein Großaufgebot an Rettungskräften brachte die blutüberströmten Passagiere ins Krankenhaus.

Besonders schlimm hatte es den letzten Kurswagen des Bayreuther Zugs erwischt. Dort saßen Fahrgäste in der ersten Klasse. Sie wurden durch ihre Abteile gewirbelt, ihre Gepäckstücke flogen durch die Luft. Ein Kriegsversehrter, der auf dem Heimweg vom Versorgungskrankenhaus in Bayreuth nach Rüsselsheim war, erlitt die schwersten Verletzungen.

„Wir dachten, der Zug fährt schon ab“, schilderte ein anderer Reisender das Geschehen. Er habe sich gerade im Gang des Waggons befunden, als das Unglück geschah. Auch er wurde zu Boden geschleudert und erlitt dabei einen Nasenbeinbruch.

Großes Glück hatten die beiden Rangierer Konrad Neuner aus Pegnitz und Günter Kerker aus Schnabelwaid. Neuner stand zwischen den Schienen, um die Kurswagen anzukuppeln. Im letzten Augenblick konnte er sich durch einen beherzten Sprung auf den Bahnsteig vor dem sicheren Tod retten. Kerker, der auf dem Trittbrett des Waggons stand, wurde heruntergeschleudert, blieb aber unverletzt.


Sofort nach dem Unglück wurde für die Rettungsdienste Großalarm ausgelöst. Dr. Robert Brommer leistete mit einem zufällig im Zug mitreisenden weiteren Arzt Erste Hilfe, unterstützt von unzähligen Sanitätern. Mit drei Sankas und etlichen Privatwagen wurden die Verletzten ins Krankenhaus gefahren.

Später traf eine Kommission aus Bayreuth ein, um Ermittlungen zur Unglücksursache aufzunehmen. Dazu wurde ein Hilfszug aus Nürnberg nach Pegnitz beordert, um hier den Packwagen wieder auf das Gleis zu stellen und das Fahrgestell geradezubiegen. Zu allem Überfluss geriet bei den Schweißarbeiten auch noch ein Waggon in Brand. Der Lokführer, der den Unfall verursachte, erlitt einen Schock.

Als Unglücksursache stellte die Kommission schließlich „mangelhafte Verständigung beim Rangiergeschäft“ fest. Die Rangiereinheit sei viel zu schnell gewesen und mit etwa 30 „Sachen“ auf den D-Zug geprallt. Nur glücklichen Umständen sei es zu verdanken gewesen, dass keine Toten zu beklagen waren.

  

vz/rr


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