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Zwischen Bügeleisen und Schürzenpresse

Zwei Studentinnen helfen derzeit als Ferienarbeiterinnen in der Wäscherei von Regens Wagner aus - 23.08.2017 08:55 Uhr

Die Ferienarbeiterinnen Astrid (links) und Annika (rechts) im Vordergrund helfen gerne in der Wäscherei bei Regens Wagner in Michelfeld aus. Bereits vor einem Jahr haben sich die beiden Studentinnen für die vierwöchige Tätigkeit beworben. © Sabine Rühl


Astrid und Annika sind Studentinnen und jobben nicht zum ersten Mal in der Wäscherei. Die 23-jährige Astrid studiert an der Guttenberg-Universität in Mainz Politikwissenschaften und kam durch ihre Mutter, die bei Regens Wagner in Michelfeld beschäftigt ist, zu dem Ferieneinsatz in der Wäscherei. Die 26-jährige Annika hat indes bereits eine Ausbildung nach dem Abitur hinter sich gebracht und studiert nun an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hof Wirtschaftsingenieurwesen.

Beiden Ferienjobberinnen gefällt es, mal handwerklich zu arbeiten: "Die praktische Beschäftigung ist eine willkommene Abwechslung, und wir finden es schön, nicht nur an einem PC zu sitzen", sagen sie. Annika lobt außerdem den Kontakt mit den Frauen mit Behinderung, die in der Wäscherei arbeiten. So ginge es bei der Ferienarbeit um viel mehr als die Bearbeitung von Sachen.

Eine Regens Wagner-Beschäftigte strahlt breit, als sie auf ihre beiden neuen Kolleginnen auf Zeit angesprochen wird: "Es ist schön, dass Astrid und Annika hier sind." Denn etliche Bewohner von Regens Wagner sind zurzeit bei ihren Familien im Urlaub, weshalb jede Hand in der Wäscherei umso dringender gebraucht werde.

Hahn im Korb

Als einziger Mann ist Roland Lehner seit 13 Jahren dort tätig. Er findet es gut, dass in dem Bereich keine Akkordarbeit verlangt wird. Annika und Astrid berichten von einem familiären Umfeld, das bei der Ferienarbeit spürbar sei. Gruppenleiterin Laura Haberberger stellt indes die vielen Maschinen vor, die in der Wäscherei genutzt und auch regelmäßig gewartet werden. Dazu zählen drei große Durchladewaschmaschinen, bei denen auf der einen Seite die Schmutzwäsche rein- und auf der "sauberen" Seite rauskommt. In der Wäscherei stehen außerdem drei Trockner, eine Heißmangel für Bett- und Tischwäsche, ein Hosentopper, ein Finisher, eine Presse für Schürzen und zwei Dampfbügeleisen.

Astrid und Annika haben bislang unter anderem Wäsche gemangelt, sie zusammengelegt, nach Gruppen und Namen sortiert, die Trockner be- und entladen. Beide Frauen haben bereits vor einem Jahr bei Matthias Fiedler, dem Chef der Werkstatt für behinderte Menschen, wegen des vierwöchigen Ferienjobs angefragt und sich über die Zusage gefreut, sagen sie. Gerne würden sie auch in den nächsten Ferien wieder dort arbeiten. 

SABINE RÜHL

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