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Pünktlich zum Saisonstart: Wir suchen den besten Karpfen

Hitze sorgte dafür, dass die Fische in diesem Jahr schlanker sind - 01.09.2018 05:58 Uhr

Es geht wieder los: Die Karpfensaison 2018 ist eröffnet. © Hans-Joachim Winckler


Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) zeigte sich beim offiziellen Start in die Karpfensaison zuversichtlich: Zwar hat der außergewöhnlich trockene Sommer in manchen Regionen Frankens und der Oberpfalz ein vorzeitiges Abfischen und Umsetzen der Fische notwendig gemacht, trotzdem erwarteten Experten eine Gesamtmenge, die sogar über dem Schnitt von 6000 Tonnen liegen könnte. Kaniber warb zugleich für den Verzehr heimischer Karpfengerichte: Der Verbraucher leiste damit einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Teichwirtschaft.

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Regionale Fischspezialitäten gibt es beispielsweise bei den 40. Aischgründer Karpfenschmeckerwochen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim vom 1. September bis 1. November 2018. In diesem Zeitraum bieten die Wirte den Karpfen in besonderen kulinarischen Variationen an. Allerdings sind die Karpfen in diesem Jahr leichter als sonst. Das Idealgewicht liegt bei etwa 1500 Gramm, was dann zwei Portionen halbe Karpfen ergibt.


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Am Anfang der Trockenperiode sei die Hitze kein Problem für die Tiere gewesen, sagte Johann Hausmann, Vorsitzender der Karpfenzüchter im Verband der Bayerischen Berufsfischer (VBB). Die Wärme habe sie sogar aktiver gemacht, sie seien gut gewachsen.

Doch dann ab Anfang August wurde das Wasser teils knapp, die Wassertemperatur stieg an, zudem blieb wichtiger Regen aus. Einige Karpfenteiche mussten sogar künstlich belüftet werden, damit die Fische nicht ersticken.

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"Die Karpfenbauern mussten reagieren", sagte Hausmann. So wurde das Zufüttern der Tiere eingestellt – und auch die ersten Abfischungen laufen bereits, obwohl die Saison erst an ihrem Anfang steht. Die Fische wurden beispielsweise im Landkreis Ansbach in kühle Becken gesetzt, wo sie sich prächtig entwickelten.

"Wir hoffen auf einen guten September", sagte Hausmann. Verbessert sich die Wettersituation, kann bis zur Hauptabfischzeit im Oktober noch gefüttert werden. Deshalb ist die Höhe der Schäden derzeit noch nicht abschätzbar, sagte Sebastian Hanfland, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands.

 

nn/dpa/edü

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