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Dritter wurde, wie schon im Vorjahr, Thomas Hellriegel, der zwar auf dem Rad die Führung übernommen hatte und mit gut eineinhalb Minuten Vorsprung auf Dreitz auf die Laufstrecke ging, dann aber schon nach zwei Kilometern von seinem 17 Jahre jüngeren Kontrahenten überholt wurde. Seine Endzeit: 1:57:20. „Ich hatte gehofft, dass der Andy noch ein wenig müde ist, aber er war offensichtlich nicht müde genug“, nahm es die deutsche Triathlon-Legende sportlich.
Dass Andreas Dreitz auf der Olympischen Distanz zurzeit kaum einen Gegner in Süddeutschland fürchten muss, hatte er in den vergangenen Wochen eindrücklich bewiesen. Unter anderem hatte er eigentlich beim Erdinger Stadt-Triathlon vor einer Woche den zweiten Platz hinter Andreas Raelert belegt, war aber wegen Fahrens über der Mittellinie disqualifiziert worden.
Gestern leistete sich der Student der Sportökonomie aber keinen Regelverstoß und hatte bei seinem erneuten Sieg auch einen Tipp von Hellriegel beherzigt. Der Altmeister hatte ihm vergangenes Jahr geraten, eine windschnittige „Scheibe“ ans Hinterrad zu montieren, und beim 23. Rothsee-Triathlon war Dreitz zum allerersten Mal mit solch einer vollverkleideten Felge unterwegs.
Trotzdem kam der Titelverteidiger zunächst nicht recht in die Gänge und blieb ein gutes Stück unter seiner Fabelzeit von 57:44 Minuten, mit der er 2010 über die Strecke geflogen war. „Am Rad lag’s aber nicht, ich hatte anfangs einfach noch schwere Beine“, meinte der strahlende Sieger im Ziel.
Clemens Coenen war ebenfalls hoch zufrieden mit seiner Leistung, war der Rothsee-Triathlon doch die Generalprobe für den Challenge Roth in zwei Wochen, wo der eigentlich auf die Langdistanzen spezialisierte 33-Jährige auf einen Platz unter den Top Ten spekuliert. „Die Form stimmt auf alle Fälle“, strahlte Coenen im Ziel.
Schnellster Lokalmatador war diesmal der dänische „Import“ Hans Nilsson, der im Trikot der HDI TSG 08 Roth bereits den Hilpoltsteiner Duathlon gewonnen hatte und nun auf Rang vier landete. Beim Schwimmen war der 24-jährige Wahl-Franke in der allgemeinen „Prügelei“ in der ersten Startgruppe kurz mal getaucht worden und wechselt unter ferner liefen aufs Rad, doch in der letzten Disziplin spielte der mittlerweile in Eckersmühlen wohnende Nilsson seine enorme Laufstärke aus, überholte noch über ein halbes Dutzend Kontrahenten und war somit schnellster Landkreisstarter.
Zwei weitere TSG-Cracks, Fabian Conrad und Bernd Eichhorn, mussten diesmal passen. Conrad hatte sich beim von Hagelschauern begleiteten Erdinger Triathlon vor einer Woche eine leichte Erkältung zugezogen und wollte sich angesichts des geplanten Challenge-Starts am Sonntag, 10. Juli, schonen, und Eichhorn hatte die Tempobolzerei beim Bundesliga-Rennen am Vortag ziemlich mitgenommen, sodass er seine Kräfte ebenfalls lieber für den Challenge Roth schonte (siehe Bericht auf Seite 6).
Somit war die Bahn frei für „Mr. Rothsee“ Marcus Schattner, der wie schon vor einem Jahr den achten Platz (2:00:50) belegte. Eine Zeit lang war er mit seinem Vereinskameraden Alexander Haas gelaufen, doch der hatte ebenfalls den Liga-Wettkampf in den Knochen. Auf den letzten zwei Kilometern kam der „Mann mit dem Hammer“, und der Landkreis-Sportler des Jahres wurde noch auf den 15. Platz ( 2:02:33) durchgereicht.
„Das hat mir richtig leid getan, dass es den Alex so aufgestellt hat“, bedauerte Schattner, der in der Vorwoche die deutsche Triathlon-Meisterschaft der Lehrer gewonnen hatte und heute übrigens seinen 44. Geburtstag feiert. Haas nahm es kurz nach dem Zieleinlauf aber mit Humor: Bei zwei Rennen in zwei Tagen könne es eben passieren, dass einen der alte Mann da stehen lasse, witzelte der 22-Jährige..
Ein anderer Lokalmatador schaffte dafür noch den Sprung unter die Top Ten. Felix Weiß aus Rednitzhembach wurde Zehnter in 2:01:48 Stunden, der diesmal für die Radfreunde Hilpoltstein startende Michael Hofmann belegte nach 2:02:15 Stunden Rang 13, direkt dahinter folgten Michael Seitz, der schnellste Starter des La Carrera TriTeams Rothsee (2:02:21), und Alexander Schrüfer (Radfreunde Hilpoltstein (2:02:23) folgte auf dem 16. Platz.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.