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Neben zahlreichen Mechanikern wurden Betriebs-, Energie- und Gebäudetechnik-Elektroniker verabschiedet ebenso wie Mechatroniker für Personenwagen und Nutzfahrzeuge, ferner waren zwei Friseurinnen vorzeitig zur Prüfung zugelassen worden. Schulleiter Michael Greiner begrüßte in der Schulaula die Absolventinnen und Absolventen ebenso wie deren zahlreich erschienenen Lehrherren, Familienmitglieder und Freunde. Er blickte zurück auf das Jahr 2008, als die meisten ihre Ausbildung begannen, ein Jahr mitten in der Krise: „Während eurer Ausbildung habt ihr wie im Zeitraffer die Höhen und Tiefen der wirtschaftlichen Entwicklung miterlebt, denn kaum ein Betrieb wurde verschont“.
Nachdem die heimische Wirtschaft durch Rettungsfonds, Kurzarbeit und Konjunkturpakete unterstützt worden sei, stehe Deutschland nun aber wieder gut da, vom Fachkräftemangel sei allerorts die Rede. „Ihr seid diese neuen Fachkräfte, die die Wirtschaft braucht, auf euch ruhen die Hoffungen der Zukunft“, so Greiner voller Optimismus.
Großen Dank richtete er an den ebenfalls anwesenden Landrat Herbert Eckstein, der laut Greiner „einen sehr schulfreundlichen Landkreis vertritt“. So habe der Landkreis 4,3 Millionen Euro in die Hand genommen und ein neues Nutzfahrzeugzentrum gebaut, das am 24. März bei einem „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.
Laut Herbert Eckstein hätten die Absolventinnen und Absolventen nicht nur einen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben geschafft, sondern noch etwas viel Wichtigeres, „nämlich einen Beruf gefunden, der euch gefällt“. Aber selbst dann gebe es Zeitpunkte, wo die Motivation nachlasse. „Dann heißt es auch mal sich durchzubeißen und seine Qualität zu beweisen. Nicht nur eure Eltern und die Schule sind für eure Erziehung verantwortlich, sondern in erster Linie ihr selber. Jeder darf mal hinfallen, aber er muss auch wieder aufstehen und vor allem, gebt eure Euphorie auch an andere weiter und zieht sie mit“, gab ihren der Landrat mit auf den beruflichen Weg.
Als eine „Wirtschaftsmacht von nebenan“ bezeichnete Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich das Handwerk, in dessen „Familie“ er die Schulabgänger herzlich begrüßte. Eine Million Handwerksbetriebe mit rund fünf Millionen Beschäftigten in 153 unterschiedlichen Berufen gebe es in Deutschland, auf der jeder die Karriereleiter emporsteigen könne. Entscheidend dabei sei vor allem auch das deutsche Duale Ausbildungssystem, dass er als „einzigartig auf der Welt“ bezeichnete.
Bei der anschließenden Ehrung der besten Schülerinnen und Schüler wurde es ganz schön eng auf der Bühne. Für ihre guten Leistungen mit dem Staatspreis der Regierung von Mittelfranken geehrt wurden Andreas Drotziger (Elektroniker für Betriebstechnik), Philipp Kaiser (Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik), Melanie Fexer und Romina Sporrer (Friseurin), Michael Braun (Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik), Martin Armbrüster und Andreas Kahr (Feinmechanik/Werkzeugbau), Stefan Braun (Industriemechaniker), Sebastian Gaukler, Fabian Albrecht, Jürgen Holler und Jonathan Neubert (Kfz.-Mechatroniker/Pkw.-Technik), Sebastian Felleiter, Florian Rummel, Florian Schwinn und Jonas Wechsler (Zerspanungsmechaniker) sowie Steven Schweigel und Stefan Wolfshöfer (Kfz.-Mechatroniker/Nutzfahrzeugtechnik), wobei Letzterer außerdem bei einem deutschlandweit durchgeführten Leistungswettbewerb seines auszubildenden Betriebes unter den Mechatronik-Azubis als Bester abschnitt.
Als Klassenbeste erwiesen sich Stefan Gußner (Anlagentechniker), René Kling (Kfz.-Mechatroniker) sowie Tobias Lukas und Martin Schwerdt (Zerspanungsmechaniker).
Den Preis der Berufsschule Roth bekam schließlich der Kraftfahrzeug-Mechatroniker Marvin Höhn aus Schwanstetten überreicht. Und außerdem gab es noch zwei Absolventen, die wegen ihrer guten Leistungen neben einem Staatspreis auch jeweils den großzügig dotierten Industriepreis zugesprochen bekamen, der von der Georgensgmünder Firma „toolcraft“ gestiftet worden ist und von deren Geschäftsleiter Karlheinz Nüsslein überreicht wurde: Die Feinwerkmechanikerin Judith Köpplinger aus Abenberg sowie der Industriemechaniker Andreas Ellinger aus Thalmässing, der in seinem Ausbildungsbetrieb Leoni außerdem als Geschäftsführer einer Lehrlingsfirma fungiert.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.