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Aus Dänemark auf den Duathlon-Thron

Hans Nilsson gewann in Hilpoltstein — Weltmeisterin Ulrike Schwalbe war aber schneller - 02.05.2011

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Duathlon-Day in Hilpoltstein

Am Tag der Arbeit wurde die Burgstadt wieder zum Duathlon-Dorado. Über 350 Ausdauersportler machten beim Hauptwettkampf mit, außerdem stand der Schüler-Crossduathlon auf dem Programm.


1:29:47 Stunden benötigte der 24-jährige Neuzugang der Rother Triathlonabteilung für acht Kilometer Laufen, 30 Kilometer Radfahren und nochmals drei Kilometer Laufen und hatte damit über eine Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten, Andreas Sommer vom TV 48 Erlangen (1:30:56). Rang drei belegte Tobias Heining vom SV 05 Würzburg (1:31:46), schnellster Starter aus dem Landkreis war Marius Schuhmann vom La Carrera Triteam auf Platz fünf.

Lokalmatador Marius Schuhmann lag zwischenzeitlich sogar auf Podiumskurs, musste beim zweiten Lauf allerdings noch zwei Kontrahenten ziehen lassen. Am Ende war das Talent vom La Carrera TriTeam mit Rang fünf bester heimischer Starter. © Ammer


Hans Nilsson, der der Liebe wegen von Kopenhagen nach Eckersmühlen gezogen ist und in einem Institut für Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung arbeitet, übernahm bereits auf den ersten Laufmetern die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab.

Die schnellsten Frauen konnte das laufstarke „Danish Dynamite“ allerdings nicht mehr vor der Ziellinie abfangen. Über sieben Minuten vor dem Sieger der Männer finishte Sportstudentin Ulrike Schwalbe und verwies damit auch ihre Konkurrentinnen klar auf die Plätze.

Traditionell waren die Frauen wieder einige Minuten vor der ersten Startgruppe der Männer auf die Strecke geschickt worden, damit es einen spannenden „Kampf der Geschlechter“ um den Zieleinlauf gibt. Dieses Jahr hatte der Veranstalter den Duathlon-Amazonen 16 Minuten Vorsprung eingeräumt, die allerdings aufgrund des engen Zeitplans der vorangegangenen Schüler- und Jugendwettkämpfe (siehe Bericht auf Seite 8) mit einer Minute Verspätung auf die Strecke geschickt worden waren.

Doch auch 15 Minuten Zeitpolster reichten Ulrike Schwalbe locker aus, um die Herren der Schöpfung auf Distanz zu halten. Mit ihrer Gesamtzeit von 1:37:08 Stunden unterbot die Duathlon-Weltmeisterin von 2004 die Siegerzeit von Melanie Hohenester aus dem Vorjahr um über fünf Minuten. Eine kleine Genugtuung für ihr verpatztes Rennen in 2008, als Schwalbe einmal falsch abbog und dann Lokalmatadorin Rebecca Robisch ziehen lassen musste.

Hans Nilsson wiederum grämte sich nicht, dass sich die radstarke Duathlon-Spezialistin vom CLV Megware Chemnitz den großen Fresskorb und den Sonderpokal für den ersten Zieleinlauf sicherte. „Das hat super Spaß gemacht“, freute sich der der dänische Blondschopf, der dieses Jahr unter anderem noch beim Challenge Kraichgau und beim Challenge Kopenhagen starten will.

Ein weiterer Blondschopf, Heidi Jesberger aus Eckersmühlen, gönnte Ulrike Schwalbe den Erfolg ebenfalls von Herzen. „Einfach super“, meinte die gerade aus dem Trainingslager zurückgekehrte Jesberger zur Leistung der Siegerin. Mit ihrer Zeit von 1:40:45 Minuten hatte die für den TSV Assamstadt startende Lokalmatadorin keine Siegchance.

Nach dem ersten Lauf waren die weiblichen Topstarterinnen noch mit wenigen Metern Abstand in die Wechselzone gekommen, doch dann gab Ulrike Schwalbe mächtig Gas und ließ mit einer hervorragenden Radzeit von 50:08 Minuten alle Verfolgerinnen weit hinter sich. „Beim Laufen hat mir noch etwas die Frische gefehlt“, resümierte die Siegerin, wohingegen Heidi Jesberger schon lange keinen Duathlon mehr bestritten hat. „Ich habe ganz vergessen, wie hart es ist, nach dem Laufen voll anzufahren“, meinte die Zweitplatzierte.

Angela Kühnlein wiederum, die mit 1:41:59 Stunden den dritten Platz belegte, entschuldigte sich bei ihren Kontrahentinnen für ihre extrem vorsichtigen Kurvenfahrten, die Schwalbe und Jesberger beim Überholen ein wenig ausgebremst hatten. Ich bin einfach kein Kurventalent“, meinte Kühnlein, hinter der Johanna Schicker von der HDI TSG 08 Roth als Vierte (1:43:17) ins Ziel kam.

Insgesamt hatten sich fast 370 Ausdauersportlerinnen und -sportler aus dem gesamten süddeutschen Raum – 100 mehr als im Vorjahr – für den Hilpoltsteiner Duathlon angemeldet. Zahlreiche Aktive aus dem Landkreis waren wieder mit von der Partie, wobei vor allem das La Carrera TriTeam Rothsee mit einer eindrucksvollen Abordnung an den Start gegangen war.

Und auch die Leistungen stimmten, denn bei der bayerischen Meisterschaft der Junioren, die im Rahmen dieses Duathlons ausgetragen worden waren, konnten sich gleich mehrere La-Carrera-Talente ganz vorne in die Ergebnislisten eintragen.

So wurde Jonas Endres bayerischer Juniorenmeister, während sein Vereinskamerad Christoph Andrack auf Rang drei ins Ziel kam. Bei den Juniorinnen standen ebenfalls zwei Lokalmatadorinnen des Hilpoltsteiner Triathlon-Vereins auf dem Siegertreppchen. Theresa Wild wurde Meisterin, während sich Ina Schuhmann den Vizemeistertitel sichern konnte.Eine Diaschau vom 22. Hilpoltsteiner Duathlon finden Sie im Laufe des Tages auf unserer Homepage www.roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de

  

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