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Ben Schwarz konnte sich vor Ehrengästen kaum retten

Georgensgmünd zeichnete verdiente Menschen mit Gedenkmedaille aus — „Vorbildliche Repräsentanten der Gemeinde nach außen“ - 07.11.2012

„Lauter Ehrengäste“: Beim besonderen Abend im Bürgerhaus Krone zeichnete Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz Bürger für ihre besonderen Leistungen aus.

„Lauter Ehrengäste“: Beim besonderen Abend im Bürgerhaus Krone zeichnete Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz Bürger für ihre besonderen Leistungen aus. © Heckel


Das ganze Jahr über werden im Vorzimmer Meldungen gesammelt über die besonderen Leistungen einzelner Bürger, Mannschaften, Betriebe oder Familien. Beim Ehrenabend der Gemeinde kommen diese dann zusammen.

Dass sich diesmal so viele eingefunden hätten, freute den Bürgermeister ganz besonders, denn sie seien „vorbildliche Repräsentanten der Gemeinde nach außen“. Nach vierjähriger Pause habe man nun die Jahre 2011 und 2012 zusammengefasst. Dieser Turnus solle voraussichtlich auch beibehalten werden. Erstmals gab es neben Lob und Anerkennung auch eine Gedenkmedaille mit dem Gemeindelogo und einer Abbildung der Skulptur des Heiligen Georg von Verena Reimann.

In der Kategorie „Beruf“ hob Schwarz die Qualität der örtlichen Ausbildungsbetriebe hervor. Schreinermeister Michael Bergmann aus Mäbenberg bildete Matthias Bauer aus, der unlängst in Schwabach von der Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd für die beste Prüfungsnote in seinem Handwerk ausgezeichnet wurde. „Besser geht es nicht“, kommentierte Ben Schwarz die Leistung von Sabine Brunner. Die hat ihre Ausbildung zur Metzgerin im Betrieb ihrer Eltern durchlaufen. Mit Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit habe sie erreicht, was sie laut Lokalpresse zum „Star unter den Preisträgern“ machte: Eine glatte 1,0 im Berufsschulzeugnis und das Abschneiden als Beste von neun Staatspreisempfängern.

Das Kreuzfahrtschiff MS Europa ist derzeit die Adresse von Sabrina Eichhorn, einer jungen Restaurantfachfrau. Deshalb nahmen die stolzen Eltern, die selbst vom Fach sind, für ihre Tochter die Medaille entgegen. Nach der Ausbildung im Gasthof Blumenthal in Spalt schnitt sie beim Staatsexamen mit einer 1,1, als Beste Mittelfrankens ab. 2011 gehörte sie nicht nur zum Team des besten bayerischen Nachwuchskochs Max Kocher, sondern errang außerdem den Jugendpokal auf der Hotel- und Gaststättenmesse.

Die Kombination von Sport und Ehrenamt hat Hans Lohmüller kultiviert, der wenig Aufheben um seinen Einsatz für den TSV macht. Er brachte rund 800 Stunden bei der Sportheimerweiterung ein. 1012 offizielle Stunden stehen auf der Liste des freiwilligen Arbeitsaufwands, die Thomas Aschenbrenner innerhalb eines Jahres bei der Errichtung des Anbaus an das TSV Sportheim am Lehbühl eingebracht hat. Auch beim Bau des Angerstegs hat der Bauhofmitarbeiter fleißig „hingelangt“.

Selbiges gilt für Renate und Werner Börschlein, die das Sportheim bewirtschaften und ebenfalls einen enormen Beitrag zum Bau geleistet haben. Sie haben nach einem Tief die Fußballjugend wieder aufgebaut und großen Anteil am Erstehen der Gmünder Mädchen- und Damenfußballmannschaft. Rolf Drießlein hat sich als „Macher“ des Angerstegs verdient gemacht von der Gesamt- bis zur Detailplanung. Darüber hinaus brachte er seit 1996 ein Projekt seiner Freunde Molli und Dag Trillitzsch in Papua Neuguinea voran mit der Planung für die Kapelle und den Bibliotheksbau des Lutheran Church College Banz. Die Einweihung der Kapelle soll am 7. April 2013 stattfinden. Der Angersteg war auch ein Herzensanliegen für den Gmünder Unternehmer Georg Vogel.

Der Jüngste in der Runde

Der zwölfjährige Kumite-Karatesportler Tom Sperling ist der jüngste in der Runde. Er wurde 2011 sowohl bayerischer Vizemeister als auch Dritter auf Bundesebene. 2012 war er als Bezirksmeister seiner Altersklasse erfolgreich. Ein Sichtungstermin brachte ihm die Berufung in den Schüler B-Kader Bayerns ein.

Die Leichtathletik-Mehrkampfmannschaft des Landkreises mit Florian und Felix Fichtner, Sebastian Pfahler, Felix Heckl, Tobias Gußner Justin Polster und Rudyard Schmidt siegten im mittelfränkischen Block Mehrkampf und brachten den deutschen Meistertitel im Achtkampf nach Hause. Erfolge in weiteren Disziplinen und der erste Platz beim Bayern-Cup krönten die Bilanz. Florian Fichtner ließ es da etwa beim Bayernwettbewerb im Zehnkampf richtig krachen und holte sich den dritten Platz, im Fünfkampf erreichte der Gmünder den Silberrang. Die Erfolgsliste seines Bruders Felix ist ebenfalls mit Siegen gespickt: auf Landesebene im Wettkampf Sprint/Sprung, im Speerwurf – und viele andere vordere Plätzen gab es.

Siege nur so gesammelt hat auch dessen Mannschaftskollege Sebastian Pfahler der für den TSV Rötten-

bach startet. Er wurde unter anderem Bayerischer Meister im Blockwettkampf Wurf und beendete als mittelfränkischer Sieger den 100Meter-Lauf, das Kugelstoßen und den Diskuswurf (M15).

Vater und Sohn Haas setzten ihre Erfolgsserie der vergangenen Jahre im Cross Triathlon fort. Georg beendete die Europameisterschaften 2001 als Achter, in Deutschland wurde er Vierter. Heuer stand er einmal bei den Deutschen Wettbewerben ganz oben auf dem Treppchen und wurde Dritter in der Europawertung.

Die Erfolgsbilanz seines Sohnes Alexander, der in der 2. Triathlon- Bundesliga startet, füllt Seiten. Als herausragende Ergebnisse seien neben vielen internationalen vorderen Platzierungen der deutsche Titel (AK 20-24), der zwölfte Platz in Hawaii (overall) und als dritter Bundessieger (ohne Altersbeschränkung) genannt. Die schnellen Mädels vom Pyraser Stock-Car-Team Elvira Wilfer, Manuela Bretzner und Sandra Leidhäusl wurden im Vorjahr Viertplatzierte der Deutschen Meisterschaften und heuer Vizemeisterinnen. Auch in den Einzelwettbewerben belegten sie vordere Plätze.

Stammgast des Ehrenabends ist seit vielen Jahren die Tennismannschaft Herren 50. Diese spielten in der Bayernliga, schlossen die Saison 2011 auf dem  dritten Rang ab und verbesserten sich heuer auf Platz zwei. Gerhard Thiem wurde im Einzel mittelfränkischer Vizemeister. Im Tischtennis fährt Walter Bachmann seit 44 Jahren hervorragende Ergebnisse ein. 2011 nahm er an der Europameisterschaft teil, wurde bayerischer Meister seiner Altersklasse im Doppel und holte den dritten Platz im Einzel.

Michael Winkler gehört mit seinen 28 Jahren der jungen Schiedsrichtergeneration an. Als große Ehre für den Leistungssportler gelten seine Berufung in die Bayernliga und als Assistent in die Regionalliga.  Hoch hinaus geht regelmäßig Michael Wisbacher mit seinem Helicopter-Modell. 2011 holte er den Weltmeistertitel in der Expert’s Class, 3D Masters und wurde deutscher Vizemeister bei den German Heli Masters.

 

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