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Ein Remisenbau mit Gesinde- oder Austragswohnung aus der frühen Neuzeit, eine große Scheune und die historische Ummauerung gehören dazu, das Wohnstallhaus war zwei Jahre vor dem Kauf schon eingestürzt, erzählte Kraus. Landrat Herbert Eckstein dankte den beiden für deren Engagement. „Im Landkreis Roth gibt es 2066 denkmalgeschützte Einzelbauten und 18 Ensembles“, teilte der Landrat mit. Der Freistaat habe 1973 ein vorbildliches Denkmalschutzgesetz erlassen.
Inzwischen wurde aber der Etat für Denkmalschutz-Zuschüsse von 23 Millionen Euro im Jahr 1990, elf Millionen 2003, auf nun nur noch zwei Millionen gekürzt. „Das ist alles andere als proportional zur Kürzung bei den anderen Haushaltsstellen", bedauerte der Landrat.
Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp informierte über die Vorgehensweise, wie Denkmalbesitzer an die Instandsetzung ihres Objekts herangehen können. So sei der Referent des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege alle zwei Wochen einen ganzen Tag im Landkreis Roth unterwegs, um zusammen mit einem Vertreter des Landratsamts und dem zuständigen Kreisheimatpfleger die Denkmalbesitzer zu beraten. Die Denkmäler seien meist landwirtschaftlich geprägt, oft sind es aus dem 17. oder 18. Jahrhundert stammende Wohnstallhäuser.
Ein Baudenkmal instand zu setzen koste zwar mehr als ein Neubau, allerdings könne man viel handwerklich selber machen und eher einziehen als in einen Neubau. Instandsetzungen können in kleinen Schritten geschehen, die bei solch einer Beratung abgesprochen werden. Er plädierte dafür, dass sich Denkmalbesitzer beraten lassen bevor das Gebäude Schaden nimmt, so könne Geld gespart werden.
„Im Vorgriff auf den Tag des offenen Denkmals wollten wir heute ein instand gesetztes Gebäude zeigen, um Appetit zu machen, am Sonntag weitere Denkmäler zu besuchen.“ Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß informierte mit Lichtbildern über die am Sonntag geöffneten Denkmäler, die im 19. Jahrhundert erbaut oder umgestaltet wurden. Zusätzlich zu den im Programm aufgeführten Denkmälern sei auch dieses Anwesen in Viehhausen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, hier werden die Besitzer über die Geschichte des Anwesens und die Arbeiten informieren.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.